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Die 5 besten Alarmanlagen für Wohnmobile: Einbruchschutz auch abseits der Piste

Hier ist ein kleines Gedankenexperiment: Wie würdest Du dich fühlen, wenn Du in den Urlaub fährst und die Haustür einfach nur hinter dir zuziehst und nicht abschließt. Nicht besonders sicher, oder? Und jetzt stell dir das Ganze in einem Wohnmobil vor. Wahrscheinlich hast du das Fahrzeug sogar abgeschlossen. Leider wird das einen zielstrebigen Einbrecher aber nicht davon abhalten, deine Wertsachen zu plündern, während du gerade unterwegs bist. Genau aus diesem Grund solltest du dein Wohnmobil mit einer Alarmanlage schützen. Wir helfen dir dabei und beantworten die wichtigsten Fragen zum Thema.

In diesem Ratgeber erklären wir:

  • Warum Alarmanlagen für Wohnmobile eine sinnvolle Anschaffung sind
  • Was eine Alarmanlage für Wohnmobile eigentlich macht
  • Welche Funktionen eine Wohnmobil-Alarmanlage besitzen sollte
  • Worauf Du beim Kauf achten musst

Am Ende des Ratgebers stellen wir außerdem 5 der besten derzeit erhältlichen Alarmanlagen für Wohnmobile vor und gehen kurz auf die jeweiligen Eigenschaften ein.

Alarmanlage für Wohnmobile: Warum ein Kauf sinnvoll ist

Deutschland ist im „WoMo“-Fieber: 2018 waren rund 500.000 registrierte Wohnmobile auf den Straßen unterwegs. Das ist ein neuer Rekord – wirft aber auch Fragen bezüglich der Sicherheit auf. Bei einer Reise im Wohnmobil führt man in der Regel nämlich deutlich mehr Gepäck mit sich, als in einem normalen PKW. Das wissen natürlich auch Einbrecher, die inzwischen ganz gezielt Wohnmobile und Wohnwagen ins Visier nehmen. Aus Sicht der Kriminellen macht das durchaus Sinn: Wohnmobile verspreche reiche Beute, gleichzeitig sind sie aber nicht so gut gesichert wie eine Wohnung oder ein Haus. Urlauber im Wohnmobil sind außerdem häufig unterwegs und lassen das Fahrzeug ungeschützt zurück. Besonders gefährlich ist das an abgelegenen Orten, an denen nicht so viele Leute leben. Ein Wohnwagen mitten in der Pampa lädt einen Einbrecher also geradezu dazu ein, sein Glück zu versuchen. Damit Dir so etwas nicht zustößt und den Urlaub verdirbt, solltet Du dein Wohnmobil mit einer Alarmanlage sichern. Wenn der Einbrecher nämlich plötzlich von einem schrillen Alarmsignal überrascht wird, ergreift er im Normalfall schleunigst die die Flucht, bevor irgendjemand nachschaut, was da los ist.

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Wie funktioniert eine Wohnmobil-Alarmanlage?

Moderne Alarmanlagen für Wohnmobile und Wohnwagen verfügen in der Regel über Magnetkontakte. Diese Kontakte werden an Türen, Fenstern, Dachluken oder anderen Öffnungen angebracht – also an allen Punkten, die ein potenzielles Ziel für Einbrecher darstellen. Die Alarmanlage selbst wird meist über die Batterie des Wohnmobils betrieben. Meist ist aber auch noch ein zusätzlicher Notstrom-Akku verbaut.

Kann man eine Wohnmobil-Alarmanlage nachrüsten?

Das Nachrüsten der Alarmanlage erfolgt über das CAN-Bus-System, sofern das Wohnmobil eines besitzt. Alternativ gibt es auch Komplett-Systeme, die du ohne komplizierte Installation in Betrieb nehmen kannst. Die Nachrüstung lässt sich mit etwas technischem Grundverständnis selbst erledigen – im Zweifelsfall wendet man sich an den Kundenservice des Herstellers und lässt das Nachrüsten von einem Fachmann erledigen.

Ist die Alarmanlage aktiviert, löst jedes unerlaubte Öffnen einer Tür, eines Fensters oder einer Klappe ein Alarm-Signal aus. Dabei gibt es sowohl optische (Blinken) als auch akustische (Hupen) Warnsignale. Viele Alarmanlagen kombinieren auch beides: In diesem Fall löst das unbefugte Eindringen ein ohrenbetäubendes Hup-Konzert aus, während die Lichter des Fahrzeugs wie wild blinken.

Bei Wohnmobil-Alarmanlagen wird außerdem zwischen kabelgebundenen und funkgesteuerten Alarmanlagen unterschieden. Eine Funk-Alarmanlage hat den klaren Vorteil, dass man hier keine Kabel verlegen oder Löcher bohren muss. Es reicht, die Funk-Magnetkontakte anzubringen und mit der zentralen Steuereinheit zu verknüpfen. Allerdings können die Funk-Signale auch gestört werden. Deshalb haben kabelbetriebene Alarmanlagen immer noch ihre Daseinsberechtigung. Letztlich hängt es davon ab, wie viel Aufwand du beim Einbau der Sicherung betreiben willst und ob es sich lohnt. Wenn du regelmäßig mit dem Wohnmobil auf Achse bist, kann die Anschaffung einer Kabel-Alarmanlage durchaus sinnvoll sein – auch wenn der Einbau vielleicht etwas komplizierter ist.

Diese Funktionen sollte die WoMo-Alarmanlage besitzen

Viele WoMo-Alarmanlagen – egal ob kabelgebunden oder mit Funktechnik – werden als Komplett-Sets verkauft. In diesen Sets sind alle Einzelkomponenten enthalten, die Du zum Betrieb der Alarmanlage benötigst. Es lohnt sich aber in jedem Fall genau hinzuschauen, wenn du den perfekten Schutz für dein Wohnmobil willst. Je nachdem, wie gut das Fahrzeug gesichert werden soll, sollte die Alarmanlage über diese Komponenten verfügen:

  • Sirenen
  • Rauch- und Hitze-Sensoren
  • Gasmelder
  • Bewegungsmelder
  • GSM-Modul
  • Gravitations-Sensor

Der Rauchsensor ist zwar nicht direkt für Einbrecher gedacht, dafür bietet er zusätzlichen Schutz, weil er ein Feuer im Wohnmobil schon frühzeitig erkennt und Alarm schlägt. Auch ein Gasmelder kann sinnvoll sein. Im Wohnwagen ist es nämlich schnell mal passiert, dass man einen Schlauch falsch anschließt und Gas austritt. Bewegungsmelder sind oft optional. Der Sensor erkennt nach dem Aktivieren Bewegungen im Innenbereich des Wohnwagens. Gravitations-Sensoren gehen sogar noch einen Schritt weiter: Sie registrieren Erschütterungen und schlagen Alarm, wenn jemand das gesamte Wohnmobil abschleppt oder damit wegfährt.

Und dann sind da noch die beliebten GSM-Module. Das sind kleine Sende-Module, die du mit deinem Handy oder Smartphone verbinden kannst. Beim Auslösen der Alarmanlage wird gleichzeitig eine SMS versendet, die dich informiert. Hast du außerdem noch ein GPS-Modul installiert, wirst du zusätzlich auch über den aktuellen Standort des Fahrzeugs informiert.

Darauf musst Du beim Kauf einer Wohnmobil-Alarmanlage achten

Es gibt einige wichtige Faktoren, auf die du vor dem Kauf einer Alarmanlage für dein Wohnmobil unbedingt achten solltest. Wir stellen sie dir Stück für Stück vor.

Abschaltbare Ultraschall- oder Infrarot-Sensoren

Wenn die Alarmanlage mit einem Ultraschall- oder Infrarot-Sensor arbeitet, sollte man darauf achten, dass dieser beliebig ein- und ausschaltbar ist. Andernfalls kann es passieren, dass der Alarm aus Versehen ausgelöst wird, etwa wenn sich ein Vorhang bei geöffnetem Fenster durch einen Windstoß bewegt.

Erweiterbarkeit der Alarmanlage

Es ist immer sinnvoll, wenn man die Alarmanlage zu einem späteren Zeitpunkt noch mit optionalen Komponenten erweitern kann, beispielsweise, wenn Du doch noch einen optischen Alarm oder ein GSM-Modul nachrüsten willst.

Akkubetrieb

Die Alarmanlage sollte außerdem über einen Notstrom-Akku verfügen. Damit ist sichergestellt, dass der Schutz auch dann funktioniert, wenn die Autobatterie leer oder abgeklemmt ist.

Lautstärke

Die Lautstärke ist einer der wichtigsten Faktoren, um Einbrecher abzuschrecken. Achte darauf, dass die Alarmanlage bei etwa 100 Dezibel liegt.

Diese 5 Alarmanlagen für Wohnmobile vertreiben jeden Einbrecher

Wipro III

Die Alarmanlage WiPro III der Firma Thitronik ist eine der bekanntesten WoMo-Alarmanlagen. Es handelt sich dabei um eine Funk-Alarmanlage, also ist kein umständlicher Einbau mit Verkabelung nötig. Da die WiPro III nicht über Bewegungsmelder verfügt, kann man sich auch im Fahrzeug aufhalten, ohne erst vorher die Sensoren auszuschalten. Gesteuert wird die Alarmanlage über den Fahrzeugschlüssel und den Funk-Handsender, der eine Reichweite von 75 Metern hat. Kompatibel ist sie mit allen bekannten Wohnmobil-Marken, darunter den beliebten Modellen Fiat Ducato, Citroen Jumper und Peugeot Boxer.

Cobra CAN 4627

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Foto: Cobra CAN 4627

Die Cobra CAN-Bus-Alarmanlage wurde von Vodafone Automotive in Zusammenarbeit mit dem Caravaning-Spezialisten Caratec entwickelt. Sie eignet sich für die beliebten Wohnmobile Ducato X250 (ab 2012) und X290 (ab 2014) sowie die baugleichen Modelle Citroen Jumper und Peugeot Boxer. Auch hierbei handelt es sich um eine Funk-Alarmanlage. Das System ist also schnell installiert und lässt sich komfortabel per Funkfernbedienung ein- und ausschalten. Über den serienmäßig verbauten Reed-Kontakt lässt sich außerdem auch die Aufbautür des Wohnwagens sichern.

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Foto: Mini Keeper C

Die Mini Keeper C ist eine mobile GSM-Alarmanlage, die sich durch eine besonders leichte Inbetriebnahme auszeichnet. Eine Installation oder Programmierung ist hier nämlich nicht nötig – die Alarmanlage in der Größe einer Zigarettenschachtel wird einfach unauffällig platziert und eingeschaltet. In der Alarmanlage ist ein integrierter Bewegungsmelder verbaut, der registriert, wenn sich jemand Zutritt zum Wohnmobil verschafft. Im Falle eines Einbruchs wird dann ein stiller Alarm oder ein Anruf an das Mobiltelefon des Besitzers gesendet.

DEFA Alarmanlage DVSF90

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Foto: DEFA Alarmanlage DVSF90

Die Alarmanlage DVSF90 der Firma DEFA ist kabelgebunden – der Einbau erfolgt über eine Fachwerkstatt und wird individuell an das jeweilige Wohnmobil angepasst. DEFA wirbt mit einem 3-stufigen Sicherheitskonzept, das mit einem Mikrowellen-Bewegungsmelder darauf reagiert, wenn Türen, Fenster, Motor- oder Kofferraum und der Innenraum des Fahrzeugs manipuliert werden.

AMG Car Pro Tec GPS

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Foto: AMG Car Pro Tec GPS

Bei der Alarmanlage Car Pro Tec GPS von AMG handelt es sich ebenfalls um ein Komplett-Set, das sehr leicht zu bedienen ist und einen eingebauten GPS-Tracker besitzt. Die Einrichtung erfolgt über die dazugehörige App, die man sich einfach auf das Smartphone herunterlädt. Ist die Alarmanlage mit dem Handy verknüpft, sendet sie bei einem Einbruch einen stillen Alarm auf das Mobilgerät. Außerdem zeichnet der GPS-Sender die gesamte Fahrtroute auf, falls das Fahrzeug abgeschleppt werden sollte.

Text von Selim Baykara

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