Zelten

So pflegst du dein Zelt richtig

Zelte sind Verschleißartikel. Das bedeutet aber nicht, dass man sie nicht auch pflegen kann. Denn wer sich vernünftig um sein Zelt kümmert, kann noch viele Urlaube darin verbringen.

Zusätzlicher Zeltboden lohnt sich

Bei vielen Zelten ist ein zusätzlicher Boden nicht im Kaufpreis inbegriffen, sondern kann hinzugekauft werden. Das ist nicht ganz billig, aber lohnenswert. Die passende Unterlage bietet nicht nur der in der Apsis verstauten Ausrüstung besseren Schutz, sondern bewahrt auch den Zeltboden vor Schäden durch spitze Steine & Co. Überleg dir bereits vor dem Kauf, wo das Zelt zum Einsatz kommen soll und ob ein zusätzlicher Zeltboden Sinn macht. So investierst du zwar beim Kauf mehr Geld, sparst aber möglicherweise bei Pflege, Zeltreparatur und Neukauf.

Das Zelt vorsichtig reinigen

Sand, Salz und Schmutz scheuern die Zeltbeschichtung auf. Daher sollte es nicht mit einem Besen ausgefegt, sondern zuerst gründlich ausgeschüttelt werden. Wenn du die Möglichkeit hast, das Zelt großflächig zum Trocknen auszubreiten, reinige es mit einem weichen Schwamm und klarem Wasser und trocknen es anschließend. Erst dann darf es zurück in den Packbeutel. Ideal ist eine lockere Verpackung, denn so verhinderst du die Bildung von Stockflecken, Schimmelpilzen und einen muffigen Geruch. Für kleinere Stock-oder Schimmelflecken gibt es Anti-Schimmel-Sprays, die zwar wirksam, aber nicht besonders umweltfreundlich sind. Behandelte Stellen müssen unbedingt nach-imprägniert werden. Wichtig: Baumwollzelte immer nur in einem Baumwollsack, nicht in einem Plastikbeutel aufbewahren. Nur ein Baumwollbeutel garantiert eine ausreichende Belüftung des Zeltes.

Kaputte Zelte reparieren

Mit Kleber und speziellen Reparatursets lassen sich kleine Schäden am Zelt auch in Eigenregie beheben. Bei großen Schäden, wie weiten Rissen im Zelt, empfiehlt sich die Reparatur vom Fachmann. Achte auch auf Garantie- und Serviceleistungen des Händlers. Bei Material- oder Verarbeitungsfehlern werden diese wirksam.

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Zeltimprägnierung

Eine weitere Maßnahme, um die Lebensdauer deines Zeltes zu verlängern, ist das Nachimprägnieren. Denn wer sitzt im Campingurlaub schon gerne im Regen? Eine Zeltimprägnierung erhöht den UV-Schutz sowie den Abperleffekt des Zeltgewebes. Der Vorteil: Gut imprägniertes Gewebe nimmt Flüssigkeit nicht so schnell auf und benötigt deutlich weniger Zeit zum Trocknen. Das ist besonders bei Trekkingtouren hilfreich, wenn das Zelt am nächsten Morgen schon wieder abgebaut und verstaut werden muss. Unverzichtbar ist eine Imprägnierung bei Baumwollzelten und solchen aus Baumwoll-Mischgewebe (TC). Beachte dabei die Beschichtungsart deines Zeltes – für PU und SI benötigst du unterschiedliche Imprägniermittel. Zum Nachimprägnieren deines Zeltes genügt in der Regel ein gutes Imprägnierspray. Hierbei sollte das Zelt vorab mit klarem Wasser gereinigt, getrocknet und anschließend im Freien aufgebaut werden. Auch nach dem Imprägnieren noch einmal Zeit zum Trocknen einplanen.

Reißverschlüsse und Nähte

Die größten Feinde des Reißverschlusses sind Schmutz und zu starkes Abspannen. Hier hilft wie so oft etwas Geduld. Ist diese ausgereizt, korrigier die Abspannleinen. Nützt das alles nichts, macht Silikon-Spray die Reißverschlüsse wieder gefügig. Nähte wiederum lassen sich mit Nahtdichter abdichten und verstärken. Wie immer gilt: Gründlich arbeiten und trocknen lassen!

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