Wohnmobil

Hubstützen im Wohnmobil: Verschiedene Modelle im Überblick

Es gibt allerlei Zubehör für Wohnmobile – mit dem passenden Budget ist der Ausstattung des eigenen Campers kaum eine Grenze gesetzt. So manche Erweiterung kann den Komfort im Campingurlaub deutlich verbessern. Eine solche stellen wir dir hier vor: Hubstützen fürs Wohnmobil. Wir erklären dir, wofür die kleinen Helfer gut sind und was für verschiedene Varianten es gibt.

Hubstützen – Was ist das?

Um überhaupt zu entscheiden, ob und wann diese sinnvoll sind, klären wir vorab erst einmal, was Hubstützen genau sind. Wohnmobile parken oftmals in überaus eindrucksvollen Landschaften, mitten in der Pampa, am Strand, im Sand, im Schotter oder Kies. Eines ist dabei selten: ebener Untergrund. Wenn du dann irgendwann die Nase voll davon hast, dass jede Flüssigkeit im Wohnmobil rumschwappt, Stifte in die Ecke fallen und du nichts auf den Fußboden fallen lassen kannst, ohne dass es in die hinterste Ecke des Wohnmobils rollt, wünschst du dir nur noch eines: eine Möglichkeit, die Unebenheiten des Bodens und die Schieflage auszugleichen – und das Reisemobil zu stützen. Das gilt natürlich ebenso für den Wohnwagen.

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©Tomasz Zajda - stock.adobe.com

Der erste Griff wandert da oftmals zu Keilen, sprich Holzstücken, die du unter den Reifen schieben oder im richtigen Winkel positionieren kannst. Klingt schwierig, ist es auch. Denn den richtigen Winkel bei der Fahrt zu treffen, damit das Wohnmobil auch wirklich gerade steht, ist eine Kunst für sich.

Eine einfachere Anwendung und mehr Sicherheit bieten da Hubstützen fürs Wohnmobil. Diese Stützensysteme sind quasi extra Beine, die dafür sorgen, dass das Wohnmobil oder auch der Wohnwagen waagerecht gestellt werden kann. Der Vorteil: Sie gleichen die Unebenheiten perfekt aus und das Wohnmobil steht trotzdem fest auf dem Boden. Es gibt dabei manuelle, elektrische oder hydraulische Hubstützanlagen. Was diese genau sind, zeigen wir in den nächsten Abschnitten.

Manuelle Hubstütze oder Kurbelstützen

Bei manuellen Stützen musst du selbst Hand anlegen, denn die Hubstützen werden anhand einer Kurbel bedient. Die Kurbelstützen sitzen unter dem Heck hinter den Reifen. So lange du noch fährst, sind diese eingeklappt und stören nicht. Erst wenn du am Ziel angekommen bist, werden sie aufgekurbelt und schwenken aus der Horizontalen in die Vertikale. Dabei verlängern sie sich dann wie ein Teleskop. Für den optimalen Stand braucht es dann noch Muskelkraft, um das Gefährt zu nivellieren. Manche Camper schwören übrigens darauf, auf den Boden unter die Kurbelstützen noch spezielle Unterlegplatten oder Trageplatten zu positionieren. So versinken diese nicht im weichen Boden, wenn es etwas matschiger wird.

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Elektrische Hubstützen

Bedeutend einfacher funktioniert das Nivellieren mit den elektrischen Hubstützen. Diese lassen sich ebenfalls mit wenig Aufwand nachrüsten. Zwei bis vier Stützen werden dabei an dem Chassis montiert und – schließlich sind sie elektrisch – an den Boardstrom angeschlossen. Durch diese Energiequelle ergibt sich auch die Einschränkung beim Gewicht bis zu fünf Tonnen. Das liegt daran, dass die Stromaufnahme steigt, je mehr Gewicht die Stützen aufnehmen müssen.

Hydraulische Hubstützen

Hydraulische Hubstützen lassen wohl regelmäßig andere Camper vor Neid erblassen, denn diese Stützsysteme agieren vollautomatisch. Sie werden durch eine Pumpe mit der Hydraulikflüssigkeit versorgt und können mit einer Fernbedienung ganz bequem gesteuert werden. Die Hubstützen fahren automatisch aus und bringen das Reisemobil auf Knopfdruck in eine waagerechte Position. Je nach System werden die Hubstützen paarweise bewegt und können bis zu acht Tonnen Gewicht stemmen.

Was du beim Kauf von Hubstützen beachten solltest

Bevor du jetzt Hubstützen kaufst, haben wir noch ein paar Tipps: Du solltest auf die maximale Belastung, also das Gesamtgewicht, achten. Es lohnt sich, Hubstützen von namenhaften Hersteller zu kaufen, zuvor aber das Preis-Leistungs-Verhältnis zu überprüfen und beim Einbau entweder der Bedienungsanleitung zu folgen oder direkt zu einem anerkannten Fachmann zu gehen und diesem den Einbau zu überlassen.

Artikel von Kia Korsten

Titelbild: ©Tomasz Zajda - stock.adobe.com

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