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TÜV überziehen: Strafe und weitere Kosten sind garantiert

Der TÜV ist für viele Autofahrer und Wohnmobilbesitzer ein leidiges Thema. Der regelmäßige Blick auf die Plakette wird gern einmal vergessen und plötzlich ist der TÜV überzogen. Bereits ab einem Tag über dem abgelaufenen Datum begehst du eine Ordnungswidrigkeit, auch wenn ein Bußgeld erst ab zwei Monaten entrichtet werden muss.

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Wie lange kann ich den TÜV überziehen?

Diese Frage hat sich fast jeder Fahrzeugführer mit Sicherheit schon einmal im Leben gestellt. Die Frage lässt sich im Grunde recht einfach beantworten: Überhaupt nicht! Die Annahme, dass der TÜV überzogen werden kann, ist ein Irrglaube der Gesellschaft, der sich recht hartnäckig hält. Bereits ab einem Tag nach dem Ablauf des TÜVs begehst du offiziell eine Ordnungswidrigkeit, die auch rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen kann. Im Falle eines Unfalls kann es zum Beispiel durchaus zu Problemen mit der Kfz-Versicherung kommen.

Strafe für TÜV überziehen

Der Irrglaube, man könne den TÜV ohne Konsequenzen überziehen, basiert auf dem Zeitpunkt der Bußgelderhebung. Eine Strafe beziehungsweise ein Bußgeld wird nämlich erst nach zwei Monaten erhoben. Dieses Bußgeld wird außerdem nur dann eingefordert, wenn dich die Polizei aktiv mit einer abgelaufenen Hauptuntersuchung erwischt. Der TÜV selbst wird keine Anzeige bei der Polizei vornehmen.

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Ab wann ist mein TÜV am Fahrzeug abgelaufen?

Viele Fahrzeughalter haben schon Probleme den richtigen Termin für die nächste Hauptuntersuchung auszumachen. Der Monat, der auf der Prüfplakette auf der 12-Uhr-Position zu sehen ist, gibt das Fälligkeitsdatum für den TÜV an. Mit dem Ende dieses Monats ist der TÜV rechtlich abgelaufen. Zusätzlich steht in der Zulassungsbescheinigung der nächste Termin für die HU.

Mit welchen Strafen muss bei abgelaufenen TÜV gerechnet werden?

In den ersten zwei Monaten wird kein Bußgeld erhoben. Bei einer Verkehrskontrolle wird der Fahrzeugführer auf die Ordnungswidrigkeit hingewiesen. Nach dem Ablauf der Frist von zwei Monaten richtet sich die Höhe der Strafe nach dem Zeitraum:

  • 2 - 4 Monate = 15 Euro Bußgeld
  • 4 - 8 Monate = 25 Euro Bußgeld
  • Über 8 Monate = 60 Euro Bußgeld sowie ein Punkt in Flensburg

TÜV überzogen bei vorgeschriebener Sicherheitsprüfung

Ein Sonderfall beim TÜV stellen Nutzfahrzeuge dar, in der Regel LKW oder Busse. Sie müssen sich im Rahmen der Hauptuntersuchung einer Sicherheitsprüfung (SP) unterziehen. Diese Regelung betrifft unter anderem auch Fahrzeuge mit einem Gewicht ab 7,5 Tonnen. Wohnmobilbesitzer, deren Fahrzeug diesen Richtwert überschreiten, müssen diese Sicherheitsprüfung ebenfalls absolvieren. Hier ändern sich die Strafen bei der Überziehung des TÜVs ab dem Zeitraum von mehr als acht Monaten. Dann werden 75 Euro als Bußgeld erhoben und der Fahrzeugführer erhält einen Punkt in Flensburg.

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Zusätzliche Kosten bei überzogenem TÜV

Wer seinen TÜV überzogen hat, muss bei den klassischen Prüfstellen nicht mit einer Strafe rechnen. Allerdings ist in diesem Zusammenhang eine "erweiterte HU" (Ergänzungsuntersuchung) fällig, die rund 20 Prozent zusätzliche Kosten mit sich bringt. Hier kann jedoch kein Pauschalbetrag genannt werden, da jede Prüfstelle für sich eigene Preise für die Hauptuntersuchung erhebt. Besteht das Fahrzeug die Untersuchung, wird die neue Plakette nicht zurückdatiert, sondern ab jenem Zeitpunkt ausgestellt.

TÜV bei Reisemobilen

Wohn- und Reisemobile unterliegen bei der Hauptuntersuchung verschiedenen Kriterien. Vor allem das Gewicht ist letztendlich entscheidend. Bei einem zulässigen Gesamtgewicht von maximal 3,5 Tonnen muss das Fahrzeug erstmals drei Jahre nach dem Kauf bei der Hauptuntersuchung vorgestellt werden. Im Anschluss ergibt sich ein Zweijahres-Rhythmus. Bei Wohnmobilen, deren Gesamtgewicht zwischen 3,5 und 7,5 Tonnen liegt, ist der TÜV nach dem Kauf alle zwei Jahre bis zum sechsten Betriebsjahr fällig. Reisemobile ab einem Alter von sechs Jahren müssen jährlich zur Untersuchung.

Wo kann ich mein Wohnmobil zur HU bringen?

Letztendlich hast du in dieser Hinsicht die freie Auswahl. Neben TÜV Nord und Süd können die DEKRA und Sachverständigenverbünde wie GTÜ und KÜS die Hauptuntersuchung vornehmen. Dabei lohnt es sich durchaus einen Preisvergleich vorzunehmen, denn die Kosten schwanken teilweise erheblich.

Text von Riko Wetendorf

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