Tipps & Tricks

Ökologisches Camping: So klappt es mit dem nachhaltigen Urlaub

Die Umwelt zu schonen ist nicht nur ein Trendthema, sondern auch angesichts aller aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse und Untersuchungen dringend notwendig. Die gute Nachricht: Camper tun richtig was fürs Klima, denn mit dem Wohnmobil unterwegs zu sein, hat eine deutlich klimafreundlichere CO2-Bilanz als Schiff- und Flugreisen. Du kannst allerdings sogar noch mehr tun, um die Anreise und deinen Aufenthalt auf dem Standplatz klimaneutral zu gestalten. Hier unsere 5 Tipps fürs Öko Camping.

Fahre umweltbewusst

Natürlich sind die Abgase des Wohnmobils ohnehin schädlich für die Ökobilanz, aber durch umweltbewusstes Fahren kannst du den Kraftstoffverbrauch deutlich senken. Das ist nicht nur gut für das Klima, sondern auch für deinen Geldbeutel. Folgende Tipps solltest du beherzigen:

  • Achte beim Packen darauf, nichts Unnötiges mitzunehmen und vermeide zusätzliches Gewicht.
  • Verzichte auf Kurzstrecken und Höchstgeschwindigkeiten.
  • Lass den Reifendruck regelmäßig kontrollieren, denn so verringert du den Reifenwiderstand und sparst Sprit.
  • Lass lieber die Fenster offen statt die Klimaanlage einzuschalten, denn diese treibt den Benzinverbrauch nach oben.
  • Mach im Stau oder bei langen Wartezeiten den Motor aus.

Vermeide Plastikmüll

Beim Packen kannst du darauf achten, Plastikmüll zu vermeiden. Die beliebten Reisegrößen von Kosmetikprodukten machen oft nur eins: unnötigen Müll produzieren. Warum nicht auf umweltschonende Produkte zurückgreifen? Die sind platzsparender und gut für Haut, Haar und Natur. Unsere Tipps für den Kulturbeutel:

  • ein Stück Kernseife
  • Waschlappen
  • festes Shampoo
  • Kamm und Zahnbürste aus Bambus
  • Zahnputztabletten aus dem Glas
  • Kokosöl als ein Allrounder, der sich sowohl zum Abschminken als auch als Haarkur eignet
  • umweltfreundliches Toilettenpapier

Verbrauche weniger Energie

Ein Campingurlaub eignet sich auch sehr gut, um den Energieverbrauch zu überdenken. Muss der Föhn wirklich mit? Kann man vielleicht auf den Fernseher verzichten? Das Kaffeewasser mit dem Gaskocher anstatt mit dem Wasserkocher zu erhitzen, geht auch, oder? Es ist wichtig, sich schon beim Packen diese Fragen zu stellen. Denn elektrische Geräte fressen Strom und sind, wenn man ehrlich ist, nicht immer notwendig. Hier ein paar Tipps, um beim Campingurlaub Energie zu sparen:

  • Koche Wasser und Mahlzeiten mit bordeigenem Gas
  • Installiere eine eigene Solaranlage
  • Verwende LED-Beleuchtung im gesamten Wohnmobil
  • Achte darauf, dass elektronische Geräte ausgeschaltet sind und nicht im Stand-by-Betrieb laufen
  • Spare Wasser

Nutze eine Zero-Waste-Campingküche

Klimaneutral zu kochen, geht beim Campen dank cleverer Utensilien. Plastik vermeiden steht auch hier auf dem Programm. Das Beste an unseren Vorschlägen: Dosen oder Schraubgläser können für mehrere Zwecke eingesetzt werden und die Utensilien halten viele Urlaubsreisen durch:

  • Verwende Geschirr und Besteck aus Edelstahl
  • Nutze einen großen Wasserkanister oder eine wiederbefüllbare Wasserflasche
  • Nimm den Edelstahltopf und eine gusseiserne Pfanne mit (statt Alufolie)
  • Wenn du Snack und Lebensmittel aufbewahren willst, greif auf Schraubgläser und Edelstahldosen zurück
  • Verzichte auf die Küchenrolle und verwende stattdessen Servietten und Geschirrtücher
  • Bereite Kaffee mit einer Mokka-Kaffeekanne zu und trinke ihn aus wiederverwendbaren Kaffeebechern
  • Nutze eine Abwaschbürste aus Bambus

Nachhaltig kochen ist gleich doppelt so köstlich

Mit der so ausgestatteten Zero-Waste-Küche macht das Kochen beim Camping richtig Spaß. Vermeide zudem Lebensmittel, die aufwändig in Plastik eingepackt sind, verwerte Reste zu weiteren Gerichten und achte auf Lebensmittel aus regionaler Herstellung. Hier weitere Tipps:

  • aus übrig gebliebenen Kartoffeln wird mit Essig, Öl und Mayonnaise ein leckerer Kartoffelsalat
  • länger geöffneter Wein eignet sich gut zum Kochen
  • Hebe Kaffee vom Frühstück für den Eiskaffee am Nachmittag auf
  • Du musst überreife Bananen nicht wegwerfen. Sie schmecken als Smoothie oder zerdrückt mit Joghurt oder Haferflocken lecker
  • Schneide bei Äpfeln oder Birnen die Druckstellen einfach weg, erhitze das Obst mit Wasser und serviere es als Kompott
  • Kühle Suppen und Soßen in Gläsern und nutze sie als Basis für den nächsten Eintopf
  • Brate Nudeln vom Vortag in der Pfanne an oder wärme sie in einer Soße auf

Artikel von Claudia Ballhause

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