Camping für Einsteiger

Alkoven Wohnmobil: Vor- und Nachteile des Reisemobils

Der Wohnmobilmarkt ist aufgrund der hohen Nachfrage permanent in Bewegung. Die Hersteller bemühen sich, mit einer Vielzahl von Modellen den unterschiedlichen Ansprüchen gerecht zu werden. Das Alkoven Wohnmobil ist dabei ein Klassiker auf dem Markt, der sich insbesondere bei Familienreisen bewährt hat. Mit diesem Reisemobil-Typ gehen jedoch Vor- und Nachteile einher, die im Vorfeld eines Kaufs sorgfältig gegeneinander aufgewogen werden sollten.

Was ist ein Alkoven Wohnmobil?

Bei Alkoven Wohnmobilen handelt es sich um Modelle, die über dem Fahrerhaus einen sogenannten Balkon tragen, der zusätzliche Schlafplätze ermöglicht. Auf dem Grundriss dieser Ausführungen sind bis zu sechs Schlafplätze erkennbar, womit sich dieser Klassiker besonders für Familien mit Kindern eignet.

Für das Verstauen des Gepäcks stehen dabei in der Regel zusätzliche Hängeschränke und eine Heckgarage zur Verfügung. Alkovenmobile sind fester Bestandteil der Produktpalette fast aller Hersteller: Das Dethleffs Grand Alpa, das Forster A 734, das Roller Team Kronos 279 M, das Sunlight A 70, das Frankia F-Line A 680 und das Sunliving A75DP sind beliebte Fahrzeuge mit Alkove, die sich im Preissegment um die 50.000 Euro einordnen lassen.

Die Vorteile eines Alkoven Wohnmobils

Für das Alkoven Wohnmobil spricht vor allem die hervorragende Raumaufteilung. Die Verlagerung der Schlafplätze ermöglicht eine optimale Nutzung des Wohnraums. Familien wissen diesen Umstand besonders zu schätzen, da die Kinder in der Nacht gerne oben schlafen und bei schlechtem Wetter ausreichend Freiraum genießen können.

Bei den Alkoven Modellen legen die Hersteller großen Wert auf eine gemütliche Sitzgruppe, die auch bei mehreren Personen ein bequemes Zusammensitzen erlaubt. Das Reisemobil erweist sich mit seinen Maßen als besonders wendig, auch im engen Stadtverkehr. Ein gewichtiges Argument ist stets der Preis, denn im Vergleich zu den vollintegrierten ist dieses teilintegrierte Fahrzeug deutlich günstiger in der Anschaffung. Ein weiterer Vorteil ist der leichte Zugang zum Motorraum, falls es technische Probleme geben sollte.

Die Nachteile eines Alkoven Wohnmobils

Der größte Nachteil liegt mit dem Luftwiderstand klar auf der Hand. Je nach Größe und Gesamtmasse des Fahrgestells kann dieser für einen deutlich erhöhten Spritverbrauch verantwortlich sein. In diesem Zusammenhang sollte der Käufer auch auf die Leistung des Motors achten, um ein komfortables Fortkommen zu garantieren.

Der hohe Aufbau, der sich natürlich nach dem Bettenmaß richtet, kann an einigen Passagen zu einer Herausforderung werden. Tankstellen, Tunnel oder Schranken müssten bei einem zu hohen Aufbau womöglich umfahren werden. Ein weiterer Nachteil ist die relativ hohe Seitenwindempfindlichkeit der Wohnmobile, die den Fahrkomfort schon negativ beeinflussen kann. Beim Wintercamping können Alkovenmobile durch die Scheiben im Fahrerhaus schnell auskühlen. Hilfreich ist es dann, den Wohnraum abtrennen zu können.

Details beim Kauf

Beim Kauf eines Alkoven Wohnmobils lohnt es sich, die unterschiedlichen Modelle der verschiedenen Hersteller genauer unter die Lupe zu nehmen. Der ADAC hat die Modelle Forster A 734, Roller Team Kronos 279 M, Sunlight A 70 und Sunliving A75DP im ADAC Test genauer unter die Lupe genommen. Daraus ging Sunliving als Testsieger hervor. Das Modell überzeugte mit "angenehmem Raumgefühl, bequemen Betten und sehr guter Verarbeitung“" Weitere Ausführungen sind von Dethleffs, Frankia und Bürstner auf dem Markt erhältlich.

Technische Details von Alkoven Wohnmobilen

Die technischen Details sind nicht unerheblich. Die Leistung des Motors sollte zur Größe und Gesamtmasse passen. Eine Elektronische Stabilitätskontrolle (ESC) und Hill Holder liefern beim Fahren wertvolle Unterstützung. Die meisten Wohnmobilfahrer bevorzugen ein Schaltgetriebe gerade bei schwierigen Untergründen. Ein höhenverstellbares Lenkrad liefert den notwendigen Fahrkomfort.

Wichtige Faktoren beim Aufbau

Beim Aufbau sind isolierte und hagelresistente Außenwände Pflicht. Ein durchgehender und beheizter Doppelboden garantiert auch an kalten und nassen Tagen ein warmes Inneres. Das Fahrzeug sollte über ausreichend Stauraum verfügen und die Heckgarage sollte bei aller Kompaktheit noch ausreichend Platz bieten. Gerade Radfahrer oder Familien benötigen diesen Raum zur Aufbewahrung.

Eine bequeme (und der Anzahl an Passagieren angepasste) Sitzgruppe verspricht bei den Mahlzeiten den notwendigen Komfort. Der Zugang zum Frischwasser- und Abwassertank muss problemlos gewährleistet sein. Auch der Austausch der Toilettenkassette sollte einfach funktionieren. Bei der Heizung hingegen können Kompromisse eingegangen werden: Sind die Reisen nur für die Sommermonate geplant, spielt diese eine untergeordnete Rolle. Beim Wintercamping ist ein warmes mobiles Zuhause wünschenswert. Der Ausbau der Küche und der Nasszelle kann in der Regel mit den Herstellern direkt abgesprochen werden. Dort gibt es so viele unterschiedliche Varianten und Ausführungen, dass sie allen Ansprüchen gerecht werden dürften.

Kosten eines Alkoven Wohnmobils

Die Preise variieren natürlich je nach Hersteller und Ausstattung. Einstiegsmodelle bei den Alkoven Wohnmobilen starten bei rund 30.000 Euro. Luxuriöse Ausführungen können weit über 100.000 Euro kosten.

Artikel von Riko Wetendorf

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