Wohnmobil oder Wohnwagen? Vor- und Nachteile im Überblick

Kaum eine andere Art von Urlaub ist so flexibel wie der Campingurlaub. Umso komfortabler, dass heute eben nicht „nur“ das Zelt, sondern auch das Wohnmobil bzw. der Wohnwagen genutzt werden kann, um dem Alltag zu entfliehen. Doch eben genau bei dieser Frage, „Wohnmobil oder Wohnwagen?“, scheiden sich die Geister. Was ist besser? Was ist flexibler? Und was macht mehr Spaß?

Wie so oft bietet sowohl die eine als auch die andere Variante Vorteile. Welche Lösung daher am besten dazu geeignet ist, um den Grundstein für die schönsten Wochen des Jahres zu legen, ist von mehreren Faktoren abhängig. Im Folgenden soll auf die wesentlichen Charakteristika der beiden Möglichkeiten eingegangen werden.

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Die Vor- und Nachteile beim Wohnwagen

Ein Wohnwagen wird bekanntermaßen an ein Auto angehängt. Und genau hierin findet sich auch schon ein charakteristischer Vorteil, denn: am Urlaubsort braucht es somit keinen separaten Mietwagen, um flexibel zu bleiben! Der Wohnwagen wird stattdessen auf dem Campingplatz abgestellt. Weitere Vorteile dieser Variante sind:

  • ein hohes Maß an Unabhängigkeit
  • eine leichte Pflege
  • wenig Wartungsaufwand
  • vergleichsweise geringe Anschaffungskosten, meist günstiger als ein Wohnmobil

Dennoch wäre es falsch, im Zusammenhang mit einem Wohnwagen ausschließlich von dessen Vorteilen zu sprechen. Denn: gerade für ungeübte Fahrer kann es beispielsweise schwer sein, ein Auto samt Anhänger durch die Straßen oder bergab zu bugsieren. Oft braucht es hierzu sogar eine Erweiterung des Führerscheins.

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Der Gegensatz zum Wohnwagen: das Wohnmobil

Bei einem modernen Wohnmobil handelt es sich oft um die etwas luxuriösere Variante. Dieser verfügt über einen eigenen Antrieb und fungiert damit selbst als Fahrzeug, das eine oft beachtliche Wohnfläche bietet. Die Vorteile dieser Variante liegen vor allem in den folgenden Punkten…:

  • einfacheres Fahren
  • Die Reisedauer ist oft kürzer, da mit dem Wohnmobil schneller gefahren werden kann als mit dem Wohnwagen.
  • Reisende können sich auch während der Fahrt (gesichert!) im Wohnraum aufhalten.

Um jedoch ein Wohnmobil fahren zu dürfen, braucht es gegebenenfalls auch einen besonderen Führerschein. Ausschlaggebend hierfür ist nicht nur das Ausstellungsdatum des Führerscheins, sondern auch das Gesamtgewicht des Fahrzeugs.

Auf der Seite der Nachteile lässt sich festhalten, dass Urlauber mit dem Wohnmobil am Urlaubsort selbst etwas unflexibler sind. Um hier Ausflüge abseits des Campingplatzes durchführen zu können, braucht es in der Regel einen Mietwagen. Weiterhin sind die Instandhaltungs- und Wartungskosten oft höher, da der Wohnwagen im Vergleich zum Wohnmobil über einen eigenen Antrieb verfügt.

Wer sollte sich für welche Lösung entscheiden?

Die richtige Entscheidung mit Hinblick auf die Frage „Wohnmobil oder Wohnwagen?“ zu treffen, ist oft schwer. Besonders großen Wert sollte jedoch zweifelsohne auf die eigenen Erwartungen gelegt werden. Das bedeutet: wenn Flexibilität am Urlaubsort ebenso wichtig ist, wie ein geringer Wartungsaufwand, ist der Wohnwagen sicherlich die bessere Alternative. Wer eine gut ausgestattete Wohnfläche im Urlaub schätzt und gleichzeitig Wert auf mehr Stauraum und ein verhältnismäßig einfacheres Fahren legt, sollte sich für das Wohnmobil entscheiden.

Tipp: Wohnmobil-Sharing

Übrigens: wer bisher weder ein Wohnmobil noch einen Wohnwagen sein Eigen nennt, kann sich wahlweise auch vor einem etwaigen Kauf auf den zahlreichen Wohnmobil Sharing Plattformen umsehen. Nach dem ein oder anderen „Probeurlaub“ zeigt sich in der Regel schnell, welche Variante im individuellen Fall und mit Hinblick auf den persönlichen Geschmack die bessere Lösung ist.

Text von Cornelia Wilhelm