Routen & Touren

Mit dem Wohnmobil durch das Winterwunderland in Skandinavien

Die unendlich weite Landschaft leuchtet an den kurzen Tagen im Zwielicht der tief stehenden Sonne, der frische Pulverschnee lädt zu ausgedehnten Ski- und Schlittentouren ein und mit etwas Glück sieht man in den kalten, klaren Nächten die Polarlichter am Himmel tanzen: In jedem Fall ein unvergessliches Erlebnis und ein Grund mehr, um auf der Suche nach dem Winterwunderland in Richtung Norden aufzubrechen, nach Skandinavien.

Bei uns findest du eine Übersicht über alle Campingplätze in Skandinavien. Wähle den perfekten Platz für dich – egal, ob in Dänemark, Schweden, Finnland oder Norwegen.

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Wir möchten dir nachfolgend einige Highlights unserer Wintertour in Skandinavien vorstellen. Abhängig von den verschiedenen Aktivitäten vor Ort und der gewählten Route sollte man dafür etwa drei bis vier Wochen einplanen.

Nach der Fährüberfahrt von Kiel nach Oslo fahren wir mit unserem Kastenwagen von Bord der mächtigen Color-Line-Fähre, erledigen noch einige Einkäufe am Rand der Stadt und tanken dort den norwegischen Winterdiesel, bevor wir auf der Europastraße E6 Norwegens Hauptstadt in nördlicher Richtung verlassen. Das erste Ziel im Navigationsgerät: Lillehammer, die Stadt der Olympischen Winterspiele 1994.

Willkommen in Norwegen! Im gesamten Land erwarten dich über 200 Campingplätze.

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Lillehammer: die Olympiastadt im Süden Norwegens

Wer auf der Wintertour mit dem Wohnmobil selbst sportlich aktiv sein möchte oder mit Kindern reist, wird in der Umgebung der ehemaligen Olympiastadt Lillehammer ein Paradies vorfinden. In der schneesicheren Region laden viele Pisten unterschiedlicher Schwierigkeiten zu Abfahrten ein. Ebenso finden sich hunderte Kilometer erstklassig gespurter Loipen in der näheren Umgebung von Lillehammer. Im Stadtzentrum bieten viele Geschäfte und etliche Restaurants eine angenehme Abwechslung nach einem Tag auf der Piste.

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Am Abend könntest du im Freizeitpark Hunderfossen Ablenkungen finden. Der Freizeitpark Hunderfossen öffnet in den norwegischen Winterferien (meist im Februar) an einigen Abend zu einem grandiosen Winterspektakel. Unzählige Fackeln und Feuer erhellen dann die Schneelandschaft mit Eisbar, Eiskirche, Iglus und jeder Menge Show und Attraktionen – ein unvergessliches Erlebnis für die ganze Familie. Der ganzjährig geöffnete Campingplatz Hunderfossen liegt direkt gegenüber; so lässt sich der Aufenthalt perfekt kombinieren. Übrigens kannst du als Wohnmobil-Tourist hier auch die Annehmlichkeiten des Hotels nutzen, welches ebenfalls auf dem Gelände errichtet wurde.

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Røros: eine verschneite Märchenstadt in Norwegen

Von Lillehammer aus erreichst du nach knapp vier weiteren Stunden Fahrt einen der populärsten und romantischsten Orte in der Winterzeit: die Stadt Røros, die ein UNESCO Weltkulturerbe ist.

Røros hat unbestritten einen ganz besonderen Charme, reihen sich hier doch unzählige alte Holzhäuser aneinander, die gerade in der Winterzeit eine imposante Kulisse bieten. Wenn in der Dämmerung dann noch die vielen Lichter in den Fenstern erstrahlen und ihr Schein sich in den Schneekristallen bricht, glaubst du, in eine andere Welt versetzt zu werden. Ob zum Weihnachtsmarkt im Dezember, zum populären Hundeschlitten-Rennen um den See Femunden oder dem altertümlichen Markt: Es gibt immer einen guten Grund diese urige Stadt in der verschneiten Umgebung zu besuchen.

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Eines der Highlights ist dabei sicher eine Fahrt mit dem Pferdeschlitten. Diese kann man in der Tourismusinformation buchen, um dann nach Einbruch der Dunkelheit im Licht der Fackeln mit dem Schlitten durch die alten Gassen zu gleiten. Nach den unvergesslichen Erlebnissen in der alten Bergbaustadt folgen wir den Straßen FV31 und FV705 bis nach Stugudalen, einem pittoresken Ort unterhalb des mächtigen Sylan-Massivs, welches zugleich die Grenze nach Schweden markiert.

Stugudalen: mit dem Schneemobil durch die Winterlandschaft

Stugudalen bietet perfekten Betätigungsmöglichkeiten im Schnee. Ob mit den Skiern vom Campingplatz direkt in den fantastischen Loipen der Umgebung, mit dem Schlitten an einem der Hänge oder eben sogar mit dem Schneemobil auf einem der zugefrorenen Seen in den umliegenden Bergen: In Stugudalen ist purer Winterspaß garantiert.

Der Campingplatz Stugudalen Camping hat ganzjährig geöffnet und ist damit bestens auf Wohnmobile im Winter vorbereitet. Praktischerweise kann man direkt beim Inhaber des Campingplatzes, Jomar, auch gleich komplette Touren mit dem Schneemobil buchen. Es ist ein unglaubliches Gefühl, mit dem Schneescooter durch die scheinbar endlose Schneelandschaft zu fahren und im Licht der untergehenden Sonne das Gefühl von Freiheit zu genießen. Anschließend kannst du den Winterabend im vorgewärmten Wohnmobil auf dem Campingplatz genießen und dabei aus dem Dachfenster die Millionen Sterne am nördlichen Winterhimmel bestaunen.

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Unser Tipp für einen Aufenthalt im Stugudalen: Unbedingt im Restaurant vom Hotel "Vektarstua" die leckere Fischsuppe "Kontiki" probieren oder das hervorragende warme Buffet genießen.

Tromsø: die Hauptstadt der Polarlichter

Vor uns liegen nun viele Kilometer in Richtung Norden durch das winterliche Norwegen. Wir überqueren auf dieser Tour den Polarkreis und haben anschließend die Möglichkeit, entweder einen Abstecher auf die Lofoten oder die Insel Senja einzuplanen. Das solltest und musst du abhängig von der Jahreszeit und den vorherrschenden Witterungsbedingungen für dich individuell entscheiden, da der Golfstrom das Klima der Region prägt und somit im Winterhalbjahr extreme Stürme oder andere Wetterextreme den Aufenthalt erschweren können. In jedem Fall nähern uns wir auf diese Weise der "Hauptstadt" Nordnorwegens, dem fantastischen Tromsø.

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Tatsächlich liegt Tromsø auf dem soggenanten Polarlichtgürtel und bietet somit eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit, auf dieser Wohnmobil-Wintertour die tanzenden Nordlichter beobachten zu können. Unabhängig dessen gibt es in der Stadt und der Umgebung so viel zu sehen und zu erleben, dass man hier durchaus einige spannende und abwechslungsreiche Tage verbringen kann. So gehört es zu den unvergesslichen Erlebnissen, von der Bergstation der Seilbahn Fjellheisen am Abend über die tausenden Lichter der Stadt zu schauen, die fast komplett auf eine Insel im Polarmeer gebaut ist. In gleicher Weise gehört ein Besuch im Keller der Bierstuben von der nördlichsten Brauerei der Welt dazu.

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Obwohl Tromsø soweit nördlich liegt, ist es hier an der Küste zumeist deutlich milder als im Hinterland. In den Monaten Dezember und Januar folgen die Wale den Heringen an die Fjorde der Küste. Dadurch kannst du auf einfache Art und Weise auf einer der angebotenen Safaris die größten Meeressäuger in freier Wildbahn zu beobachten.

Vergleiche die Campingplätze in Tromsø, die wir in unserer Datenbank haben.

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Von Tromsø aus kannst du nunmehr entweder wieder in Richtung Süden zurückkehren und dafür zum Beispiel zum großen Teil die Europastraße E45 durch Schweden nutzen. Solltest du noch Zeit haben und das Wintererlebnis im Norden richtig auskosten wollen, bietet sich ein Abstecher in das Finnische Lappland an. Das bietet einerseits fast eine Garantie, spätestens jetzt Rentiere in der weitläufigen Natur zu beobachten. Andererseits lässt sich auf diesem Umweg eine der schönsten Attraktionen im Norden von Finnland erreichen:

Rovaniemi - beim Weihnachtsmann am Polarkreis in Finnland

Inzwischen ist Rovaniemi so etwas wie die inoffizielle Weihnachtshauptstadt Europas. Hier, am Polarkreis, kannst du das Büro und das Postamt des Weihnachtsmannes besuchen, mit dem Rentierschlitten fahren und natürlich auch das ein oder andere Weihnachtsgeschenk kaufen. Wenn hier, im finnischen Teil von Lappland, der erste Schnee gefallen ist, fühlt man sich tatsächlich wie im Winterwunderland.

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Neben dem Dorf des Weihnachtsmannes, Santa Claus Village, laden inzwischen aber auch viele andere Attraktionen, Museen und natürlich die unendlich weite Winterlandschaft die Besucher ein. Nach einem aktiven Tag in der Umgebung kannst du dich dann am Abend mit einem warmen Getränk zurücklehnen und mit etwas Glück noch einmal die magischen Nordlichter am sternenklaren Winterhimmel tanzen sehen.

In Rovaniemi gibt es gleich mehrere Campingplätze zur Auswahl.

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Von Rovaniemi kannst du deine Rückfahrt entweder über Helsinki und von dort aus mit einer Fähre der Finnlines nach Deutschland antreten. Alternativ kannst du aber auch der Europastraße an der schwedischen Ostseeküste folgen, um dann über einen der schwedischen Fährhäfen Deutschland zu erreichen.

Die Erlebnisse, Aktivitäten und Abenteuer auf dieser Tour werden sich unvergesslich in das Gedächtnis jeden Besuchers einbrennen. Und spätestens auf der Heimfahrt wird einem bewusst, dass man tatsächlich das Winterwunderland für sich entdeckt hat.

Die Route hat dich begeistert? Dann plane schon jetzt, auf welchen Campingplätzen in Skandinavien du einkehren wirst.

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Artikel von Conny und Sirko Trentsch. Sie betreiben den Nordlandblog, der mit zahlreichen Tipps und Tricks für Reisen in die kalten Gefilde lockt.

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