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Der Süden Portugals: Traumurlaub an der Algarve und in Faro

Wer sich nach Portugal aufmacht, muss leider eine lange Anfahrt in Kauf nehmen. Aufgrund des milden Klimas in der Vor- und Nachsaison und den günstigen Campingplätzen kann sich die Anreise zugunsten eines mehrwöchigen Aufenthalt allerdings mehr als lohnen. Wenn in Deutschland frostige Temperaturen herrschen und sich das Schmuddelwetter breit macht, lockt die Algarve im Süden des Landes mit einer herrlichen Küste, netten Orten und immerhin rund 3.000 Sonnenstunden im Jahr. Die südliche Region besticht durch eine landschaftliche Vielseitigkeit und so bietet sich eine Tour an der Küste an. Diese startet in dem Ort Vila Real de Santo Antonio an der spanisch-portugiesischen Grenze und endet weit im Westen an dem Kap Cabo de Sao Vicente.

Wirf schon jetzt einen Blick auf die traumhaften Campingplätze der Algarve.

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Unterwegs auf der N125

In Vila Real de Santo Antonio fährst du mit dem Campingfahrzeug von der Autobahn und solltest nun erst einmal der Stadt deine Aufmerksamkeit schenken. Das Zentrum der Grenzstadt wurde im Schachbrettmuster angelegt und verfügt über nette Einkaufsstraßen sowie mediterranes Flair.

Über die gut ausgebaute N125 verlässt du die Stadt und bist nun parallel zur Atlantikküste in westliche Richtung unterwegs. Nach rund 50 Kilometern lohnt sich ein Stopp in Tavira. Die freundliche Stadt hat sich zu beiden Seiten des Flusses Rio Galao ausgebreitet. Einen reizvollen Blick über die Stadt hast du von der Burgruine und nachdem du dir einen Überblick verschafft hast, könntest du dich den Attraktionen wie der Kirche Igreja de Santa Maria do Castelo widmen.

Die Seitenkapellen wurden, wie es für viele Kirchen an der Algarve typisch ist, mit Kacheln (Azulejos) kunstvoll ausgestaltet. Eine weitere sehenswerte Kirche ist Igreja da Misericordia, die wichtigste Renaissance-Kirche an der Algarve. Im weiteren Verlauf erreichst du das nette Küstenstädtchen Olhao. Hier fängst du arabisches Flair ein und solltest in der großen Markthalle einkaufen gehen, bevor du die lebendige Stadt Faro ansteuerst.

Faro, die wichtigste Stadt

Am südlichsten Zipfel Portugals erstreckt sich die mit rund 50.000 Einwohnern größte Stadt der Algarve. Faro ist Universitätsstadt und Hafenstadt in einem und verfügt über einen internationalen Flughafen. Vorgelagert ist das Naturschutzgebiet Ria Formosa. Diese besondere Lagunenlandschaft mit Sandbänken, Wasserarmen und Düneninsel ist bekannt für ihre Muschelzucht.

Anders als an vielen Küstenorten der Algarve hält sich der Touristenandrang in Faro in Grenzen und so kannst du in beschaulicher Atmosphäre der Stadt einen Besuch abstatten. Konzentrieren solltest du dich hierbei auf die historische Altstadt, die von einer Mauer aus dem 13. Jahrhundert umgeben ist. Durch das Stadttor "Arco da Vila", das 1812 errichtet wurde, betrittst du die schmucke Altstadt, gehst durch enge Gassen und passierst beim Rundgang weiße Kalkhäuser.

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Das Herz schlägt an dem zentralen Platz "Largo da Sé", der von Orangenbäumen gesäumt wird. Im März und April stehen sie in Blüte und versprühen einen herrlichen Duft. An dem netten Platz steht auch die Kathedrale, von deren Glockenturm du einen tollen Blick über die Altstadt und die Lagunenlandschaft hast. Vor den Stadtmauern locken Sehenswürdigkeiten wie das Meeresmuseum, einige imposante Gotteshäuser, das Stadtmuseum und schließlich eine nette Innenstadt mit Fußgängerzone und tollem gastronomischen Angebot. Sollte noch Zeit für einen Ausflug bleiben, kannst du zu Fuß, mit dem Kanu oder dem Fahrrad die wattenmeerartige Lagunenlandschaft entdecken.

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Immer weiter westwärts

Fährst du von Faro in Richtung Westen, wirst du merken, dass im Verlauf der Strecke immer mehr Campingplätze und Stellplätze an der Küste zu einer Übernachtung einladen. In dem Küstenstädtchen Vilamoura kannst du an der riesigen Marina entlang flanieren, bevor du an der herrlichen Bucht Praia de Falesia dein Strandlaken ausbreitest. Generell wirst du im weiteren Verlauf der Reise an der felsigen Küste immer wieder auf bizarre Felsformationen und kleine Sandstrände stoßen.

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An klaren Sonnentagen kannst du hier im Windschatten der Felsen ein verdientes Sonnenbad nehmen. In Albufeira wird Tourismus großgeschrieben und so stößt du hier auf eine gut besuchte Altstadt und einen breiten Sandstrand. Etwas außerhalb machst du sicherlich an der Bucht Praia de Sao Rafael die schönsten Fotos von den goldleuchtenden Felsen.

Sehenswerte Küstenorte

Die nächste Etappe führt zum Touristenort Armacao de Pera. Zwischen diesem Küstenort und der größeren Stadt Portimao trumpfen viele Strände zwischen spektakulären Felsabschnitten auf. Allerdings solltest du nun der herrlichen Küsten für kurze Zeit den Rücken kehren und einen Abstecher in das gebirgige Hinterland unternehmen.

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So fährst du nach Silves, einem interessanten Städtchen mit wechselvoller Geschichte. Unter den Mauren war Silves eine bedeutende Hauptstadt und im Mittelalter über Jahrhunderte ein Bischofssitz. Heute zeigt sich die Stadt mit Kathedrale und Archäologischem Museum von einer sehr authentischen Seite, denn anders als an der Küste hält sich der Touristenansturm in Grenzen.

Hafenstädte Portimao und Lagos

Von Silves führt die Route wieder zurück an die Küste und zur Hafenstadt Portimao. Nach Faro ist Portimao die zweitgrößte Stadt an der Algarve und verfügt über einen geschäftigen Fischereihafen. Wie in anderen Orten solltest du in eines der vielen Fischrestaurants einkehren. Die Zutaten für ein schmackhaftes Menü aus Fisch und Schalentieren kommen frisch aus dem Meer.

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Portimao ist auch bekannt für die Sardinenfischerei. Darüber kannst du dich hinreichend in dem Stadtmuseum informieren, das in einer alten Sardinenfabrik untergebracht ist. Nach einer halben Autostunde erreichst du einen weiteren interessanten Küstenort, das Städtchen Lagos. Im 15. Jahrhundert starteten unter Heinrich dem Seefahrer hier die legendären Eroberungsfahrten. Zu den Sehenswürdigkeiten gehören die nette Altstadt samt stolzer Kirche Santo Antonio.

Letzte Etappe

Westlich von Lagos wird es allmählich wieder ruhiger und die felsige Küstenlandschaft steht im Mittelpunkt der Reise. Südwestlich von Sagres solltest du die Überreste der Festung Fortaleza de Sagres besuchen. Sie liegt auf einem Felsplateau, von dem du einen herrlichen Blick auf die Küste hast. Ab hier kannst du auch auf einem aussichtsreichen Küstenwanderweg laufen.

Nur wenige Kilometer sind es dann zum Endpunkt der Route, dem Kap "Cabo de Sao Vicente". Dieses Kap erhebt sich inmitten einer spektakulären Küstenlandschaft. An dem südwestlichsten Punkt Europas kann sich der Camper zum Abschluss der Reise den frischen Atlantikwind um die Nase wehen lassen.

Alle Infos auf einen Blick:

  • Länge der Tour: 300 Kilometer
  • Benötigte Zeit: 7 bis 14 Tage (ohne Anreise)
  • Das solltest du nicht verpassen: Viele Aktivitäten bieten sich an der Algarve an. Dazu gehören Wanderungen an der Küste oder im gebirgigen Hinterland. Gleiches gilt für Touren mit dem Rad. Auch Surfer kommen an der Küste auf ihre Kosten. Wer gerne Golf spielt, wird Gefallen an den vielen Golfplätzen finden.


Die Algarve ist ein Highlight, doch auch viele andere Regionen Portugal locken mit bezaubernder Natur, viel Sonne und malerischen Städten. Wo auch immer du campen gehst – wir haben den passenden Campingplatz in unserer Auswahl.

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Artikel von Thomas Kliem

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