Routen & Touren

Roadtrip Spanien: Von Málaga an Spaniens Ostküste

Unsere Winter-Tour mit dem Miet-Wohnmobil startete ganz in der Nähe des Flughafens von Málaga. An der Küste entlang ging es zunächst gen Osten und weiter Richtung Norden. Die milden Temperaturen und die vielen Sonnenstunden schafften einen idealen Rahmen; dazu ist die Infrastruktur auf dieser Strecke sehr gut und die Preise für Lebensmittel oder einen Restaurantbesuch erfreulich günstig. Der besondere Reiz ergab sich für uns jedoch durch die Kombination aus Meer und Strand auf der einen Seite und den Bergen im Hinterland der Küste auf der anderen. Nicht zu vergessen die vielen schönen Orte und Städte, in denen man tief in die spanische Kultur eintauchen kann.

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Erste Etappe, erster Superlativ

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Am Anreisetag fuhren wir noch etwa eine Stunde bis zum schönen Städtchen Nerja und erkundeten von dort am nächsten Tag eines der typischen „weißen Dörfer“ Andalusiens mit dem Namen Frigiliana. Manch einer behauptet, Frigiliana sei das schönste weiße Dorf Andalusiens und diese Aussage kann man bei einem Spaziergang durch den Ort durchaus nachvollziehen. Besonders in der Nebensaison, die uns aber trotzdem mit strahlendem Sonnenschein verwöhnte, war es eigentlich überall in Andalusien entspannt und nicht überlaufen.

Vom Nationalpark zur Goldmine

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Nachdem wir uns einen kurzen Eindruck von Almeria verschafft hatten, war das nächste Highlight der Nationalpark Cabo de Gata. Hier erwarten den Besucher traumhafte Strände, eine vielfältige Tierwelt und die besten Voraussetzungen für ausgiebige Wanderungen. Ganz in der Nähe lohnt sich ein Abstecher zur verlassenen Goldmine Minas de Oro in Rodalquilar, wo sogar schon bekannte Kinofilme gedreht wurden. Spannend!

Entspannung muss auch (auf einem Roadtrip) mal sein

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Die nächsten Tage verbrachten wir auf dem Campingplatz Playa de Mazarrón, der alle Annehmlichkeiten bietet und direkt am Meer liegt. Trotz der Jahreszeit badeten wir im Meer und genossen Spaziergänge am Strand entlang, die uns unter anderem zu der beeindruckenden Felsformation Erosiones de Bolnuevo führten. Hier befindet man sich übrigens offiziell schon nicht mehr in Andalusien, sondern in der Region Murcia.

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An der Costa Cálida entlang zur Costa Blanca

Über Cartagena, wo wir den Hafen und das Castillo de la Concepción besuchten (unbedingt den Panorama Aufzug nutzen!) ging es auf die Landzunge La Manga del Mar Menor. Die vielen und großen Hotels lassen vermuten, dass es hier im Sommer extrem voll sein kann; aber bei unserem Besuch freuen wir uns über menschenleere Strände sowohl auf der Lagunenseite zum Festland hin als auch auf der wilderen Meerseite.

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Wir erreichten nun die Costa Blanca und dort herrscht nach einschlägiger Meinung das „beste Klima der Welt“. Dies ist nicht nur auf die Meeresfrische und die ca. 320 Sonnentage im Jahr zurückzuführen, sondern auch auf die Salzseen bei Torrevieja. Ein Bad in der Salzlagune soll wahre Wunder für die Haut und die Atemwege wirken. Probiere es doch einmal selbst bei einem Besuch am Parque Natural de Torrevieja.

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Was wäre Spaniens Küste ohne Strände?

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Eine Tour entlang der spanischen Ostküste ist natürlich geprägt von einer Vielzahl toller Strände. Einer unserer absoluten Favoriten findet sich an den Dünen von La Marina zwischen Torrevieja und Alicante. Direkt hinter den Dünen liegt der 5-Sterne Campingplatz La Marina Camping & Resort, der alle nur denkbaren Freizeitaktivitäten inklusive einer fantastischen Pool-Landschaft bietet.

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Foto: La Marina Camping & Resort

Zum Campingplatz

Die nächsten spannenden Eindrücke unseres Roadtrips ergaben sich in den bekannten Küstenorten Benidorm, Calp und Xàbia. Benidorm ist berühmt berüchtigt für seine vielen Hochhäuser, die zu dem Spitznamen Beniyork geführt haben. Auch wenn diese Architektur sicher nicht jedermanns Sache ist, gibt es gute Argumente für einen Besuch. Zum Beispiel die schöne Altstadt mit unzähligen Tapas-Bars und natürlich die perfekten Strände. Für die Region zwischen Calp und Dénia, in der es zwischen Meer und bergigem Hinterland so viel zu entdecken gibt, empfiehlt sich der Camping Jávea in Xàbia als ideale Basis. Auch dieser Campingplatz verfügt über einen Pool und dazu über ein gutes Restaurant.

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Zum Campingplatz

Valencia und Rückreise nach Málaga

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Den nördlichsten Punkt unserer Rundreise erreichten wir in Valencia. Als Übernachtungsort für die Besichtigung der Stadt wählten wir den Valencia Camper Park, der etwa 12 km außerhalb des Zentrums liegt. Der Platz ist eine Mischung aus Stell- und Campingplatz und wird von vielen Campern angefahren, die einen Besuch im vielfältigen und lebendigen Valencia planen, denn nur wenige Meter entfernt gibt es eine Bahnstation der Metro, die dich in ca. 20 Minuten in die Altstadt befördert.

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Foto: Valencia Camper Park

Zum Campingplatz

Eine Aufzählung der Sehenswürdigkeiten würde den Rahmen sprengen, daher lautet meine Empfehlung: lass dich einfach durch die Altstadt und das ausgetrocknete Flussbett des Turia bis zum Zentrum für Kunst und Wissenschaft treiben.

Rückreise durch das Inland

Auf der Rückfahrt wählten wir die Inlandsroute mit einem Zwischenstopp in Murcia. Dort gibt es ein Einkaufszentrum mit Stellplatz am IKEA. Murcia ist eine der größten Universitätsstädte Spaniens. Höhepunkte sind die Kathedrale und weitere interessante Barockgebäude. Unsere zweiwöchige Tour neigte sich nun langsam dem Ende zu, aber es gab noch drei Stationen, die wir dir nicht vorenthalten möchten.

Zum einen ist dies der Ort La Herradura, der einen besonderen Charme hat. La Herradura ist eigentlich recht klein, aber es gibt viele Einkaufsmöglichkeiten und Restaurants entlang der Bucht mit traumhaftem Strand.

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Auch der Nachbarort Almunécar ist definitiv einen Abstecher wert. Als nächstes wäre Torrox-Costa zu nennen. Dort kann man das Wohnmobil gleich unterhalb des Leuchtturms parken und den Ort erkunden. Schließlich sollte eine Besichtigung Málagas nicht fehlen. Der Hafen ist wie die Altstadt sehr sehenswert, doch schon vorher kann man einen Stopp im Vorort Pedregalejo einlegen. Viele Touristen werden hier auf dem Weg von oder nach Málaga einfach auf der Autobahn A-7 vorbeifahren; das wäre aber wirklich zu schade, denn man verpasst so eine wunderschöne Strandpromenade mit unterschiedlichsten Restaurants und einem wunderbaren Badestrand.

Andalusien und die Ostküste: Klare Empfehlung

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Andalusien und die spanische Ostküste sind besonders in der Nebensaison ein perfektes Revier für eine Tour mit dem eigenen Wohnmobil oder einem Mietcamper. Die Übernachtungsmöglichkeiten für Camper sind in Spanien sehr vielfältig. Neben Campingplätzen in allen Preisgruppen gibt es auch eine große Anzahl von Stellplätzen und auch das Freistehen kann eine Option sein. Hier sollte man sich allerdings genau informieren und an die örtlichen Vorgaben halten.

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Text und Bilder von Thorsten Heuel

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