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Tour durch Österreich: Die Schönheit der Felbertauernstraße

Wer von Deutschland aus auf dem Weg an die Adria ist oder Urlaub in den österreichischen Zentralalpen machen möchte, etwa in der Region Hohe Tauern, kommt an der Felbertauernstraße in Österreich vorbei. Die Route führt vorbei an Bergseen sowie idyllischen Dörfchen der Alm und verbindet das Salzburger Land mit dem Osttirol. Das Wichtigste aber: Sie lässt jedes Urlauber- und Camperherz höher schlagen!

Die Felbertauernstraße ist knapp 64 Kilometer lang. Davon sind 36 Kilometer in Privatbesitz und daher kostenpflichtig. Die Fahrt lohnt sich jedoch nicht nur, weil die Felbertauernstraße eine besonders kurze und günstige Überquerungsmöglichkeit des Hochalpenkamms ist, sondern auch, weil einige von Österreichs beliebtesten Sehenswürdigkeiten direkt auf der Strecke liegen.

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Die Felbertauernstraße: eine ganzjährig befahrbare Nord-Süd-Verbindung

Ihren Anfang nimmt die Felbertauernstraße in Mittersill im Salzburger Land, nachdem man – aus Deutschland kommend – an Kitzbühel vorbeigefahren ist. Hat man das Feber- und Ammertal durchquert, erreicht man den etwa fünf Kilometer langen Felbertauerntunnel. Auf der Osttiroler Seite angekommen, führt die Straße weiter durch das Tauerntal bis ins Iseltal, wo der private Abschnitt der Straße endet und die bis nach Lienz weiterführende B 108 beginnt.

Die Felbertauernstraße ist eine gute Alternative für die Tauernautobahn sowie die Großglockner Hochalpenstraße, die beide weiter östlich den Norden Österreichs mit dem Süden verbinden. Die Felbertauernstraße ist außerdem ein Muss, willst du den Großglockner einmal umrunden. Hier lässt sich nämlich Österreichs höchster Berg auf einer rund 185 Kilometer langen Rundstrecke besichtigen. Als Einstiegspunkte können Mittersill, Zell am See, Lienz oder Winklern genutzt werden.

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Felbertauernstraße: Tickets, Kosten, Öffnungszeiten

Die Felbertauernstraße ist ganzjährig und rund um die Uhr geöffnet. Wer mag, überprüft vorab das Verkehrsaufkommen oder den Straßenzustand auf der übersichtlich gestalteten Webseite der Felbertauernstraße. Mehr als die Hälfte der privat geführten Strecke ist dreispurig ausgebaut – und dank der Steigung von maximal neun Prozent ist Fahrspaß garantiert.

Eine Vignette ist für die Felbertauernstraße nicht nötig. Das Entgelt für die Befahrung wird direkt an den Mautstellen kassiert und kann entweder in bar oder per Kreditkarte bezahlt werden. Tankkarten, zum Beispiel von Shell, werden ebenfalls akzeptiert. Das Mautentgelt richtet sich dabei allein nach dem Fahrzeugtyp und nicht nach dem Gewicht oder anderen Kriterien.

Besonders praktisch ist das ADAC-Vorverkaufsticket: Dieses vergünstigte Ticket für zwei Fahrten muss nur vorgezeigt und eingescannt werden. Zum Vergleich: Der Normaltarif für einen Pkw oder ein Wohnmobil kostet elf Euro, das Ticket für die Hin- und Rückfahrt vom ADAC kann für 20 Euro erworben werden – und das auch von Nicht-Mitgliedern des ADAC.

Willst du ein ADAC-Vorverkaufsticket erwerben, kannst du dies direkt auf der Webseite der Felbertauernstraße.

Wer Abwechslung bevorzugt und es vermeiden möchte, auf dem Hin- und Rückweg die gleiche Route fahren zu müssen, ist möglicherweise mit dem Rundfahrtticket gut beraten: Mit dem 43 Euro teuren Ticket kann man von Mai bis Oktober innerhalb von 30 Tagen je einmal die Felbertauernstraße und die Großglockner Hochalpenstraße nutzen.

Für alle, die die Felbertauernstraße nicht einfach nur überqueren, sondern sich auch abseits der Route etwas umschauen möchten, gibt es ein besonders interessantes Angebot. So kann man mit der 1-Tages-Bonuskarte die Felbertauernstraße innerhalb eines Tages beliebig oft befahren und erhält obendrein Ermäßigungen für zahlreiche Sehenswürdigkeiten entlang der Route.

Sehenswürdigkeiten entlang der Panoramastraße Felbertauern

Die Felbertauernstraße gilt nicht umsonst als schönste Route in den Süden: Bereits ihr Ausgangspunkt, die kleine Stadt Mittersill im Oberpinzgau, begeistert mit einer malerischen Lage mitten im Nationalpark Hohe Tauern. Hier warten unzählige Wanderrouten und historische Ausflugsziele darauf, von dir entdeckt zu werden. Auch sportlich hat der Orte einiges zu bieten: vom Paragliding über Radtouren im Sommer bis hin Skilanglauf und Abfahrtspisten im Winter.

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Neben dem Nationalpark Hohe Tauern hat das Salzburger Land noch zahlreiche weitere Sehenswürdigkeiten zu bieten – allen voran die Krimmler Wasserfälle, die mit einer Höhe von beeindruckenden 385 Metern die höchsten Wasserfälle Österreichs sind. Sehenswert ist auch Zell am See, das für seine einzigartige Bergkulisse hinter einem tiefblau glitzernden Gletschersee bekannt ist.

Campingplätze in Österreich

Noch vor dem Felbertauerntunnel, rund 16 Kilometer hinter Mittersill, wartet schon die nächste Naturschönheit: der Elisabethsee im Ammertal. Er eignet sich für eine kurze Rast ebenso gut wie als Ausgangspunkt für Wanderungen und Spaziergänge. Dank der hervorragenden Wasserqualität bietet sich der Elisabethsee zudem für ein erfrischendes Bad an. Halte also dein Handtuch griffbereit!

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Auf der Osttiroler Seite der Strecke, nach Durchquerung des Felbertauerntunnels, eröffnet sich erneut der Blick auf das beeindruckende Bergpanorama. Hier befindet sich außerdem als Übernachtungsmöglichkeit auf dem Weg in den Süden neben einem typisch österreichischen Gasthaus auch ein Wohnmobil- und Wohnwagenstellplatz.

Die Felbertauernstraße führt weiter vorbei an zahlreichen pittoresk gelegenen Ortschaften wie Raneburg und Gruben, bevor nach rund 17 Kilometern die kleine Gemeinde Matrei erreicht wird. Hier lohnt sich eine Pause in einem der urigen Gasthöfe oder gar ein längerer Stopp auf dem Campingplatz Edengarten.

Auf dem Weg von Matrei ins etwa 38 Kilometer entfernte Lienz laden zahlreiche Aussichtspunkte, charmante Dörfchen und Kirchen zum Verweilen ein. Die Stadt Lienz begeistert mit ihrem mediterran anmutenden Flair und ihrer historischen Kulisse. Das atemberaubende Bergpanorama der umliegenden Osttiroler Dolomiten lässt sich hervorragend auf ausgiebigen Wanderungen erkunden.

Der Comfort & Wellness Campingplatz Falken am südlichen Stadtrand von Lienz ist ein idealer Ausgangspunkt für Entdeckungstouren durch die malerischen Lienzer Dolomiten. Ein Plus im Sommer: die idyllisch gelegenen Schwimmbäder der Stadt, die eine willkommene Abkühlung bieten.

Um die 50 Kilometer trennen Lienz von der italienischen Grenze und vom beliebten Urlaubsziel Südtirol, in dem zahlreiche Naturparks liegen, etwa der Naturpark Drei Zinnen.

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Bis an die Adria sind es noch – je nachdem, wo das genaue Ziel liegt – zwischen 200 Kilometer (bis nach Triest) und 250 Kilometer (bis nach Venedig). Doch sicher ist: Soweit muss man zwangsläufig gar nicht reisen. Bereits der Urlaub entlang der Felbertauernstraße ist ein unvergessliches Erlebnis.

Artikel von Josefine Andrae

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