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Ungarn, Irland, Nordspanien & Co.: 10 Naturcamping-Highlights in Europa

Ein bisschen Europa-Inspiration für deinen nächsten Campingurlaub gefällig? Wir zeigen dir 10 Naturhighlights in Europa, die wir mit unserem Campervan abgefahren sind. Dazu gibt es pro Naturhighlight auch gleich einen tollen Campingplatz in der Nähe als Empfehlung. Jedes der vorgestellten Länder bietet für Camper eine gute Infrastruktur und ist sicher zum Reisen. Trau dich also ruhig auch an die östlichen Campingziele ran und zu den dort liegenden Naturhighlights von Europa.

1. Praia das Catedrais: Spektakulärer Strand in Nordspanien

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Schroffe Felsen an der Küste Nordspaniens. © comewithus2

Das erste Naturhighlight Europas liegt an der Costa Verde, der grünen Küste Nordspaniens. Hier hat das Meer mit viel Gewalt Formen in die Steilküste gewaschen, die absolut faszinierend sind. Bögen, Säulen oder Kuppeln sind an den Schieferwänden entstanden. Du brauchst nur kurz vor Ebbe hier zu sein, die Schuhe auszuziehen und hinunter auf den nun freigelegten Strand zu gehen.

Bei unserem Besuch überschnitt sich die Ebbe mit dem Sonnenaufgang – so bot sich uns ein perfekter Anblick. Da wir damals, fasziniert von der Schönheit, die Zeit vergessen hatten und von der Flut drei Stunden später überrascht wurden, kamen wir nur dank viel Glück sowie mittels eines verborgenen Aufstieges trocken zurück auf die Klippen. Behalte die Uhr also stets im Blick. Das Meer an der Costa Verde hat eine unglaubliche Kraft, wie man dem wunderschön geformten Praia das Catedrais in Galizien ansehen kann.

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PiNCAMP-Platzempfehlung: Camping Poblado Gaivota

2. Donaudelta: Wo die Donau in Rumänien ins Schwarze Meer fliesst

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Pelikane brüten im rumänischen Donaudelta. © comewithus2

In Deutschland entsprungen fliesst die Donau über 2800 Kilometer weit nach Osten um schlussendlich in einem riesigen Delta ins Schwarze Meer zu fliessen. Unterwegs dient sie der Schifffahrt, zum Schluss wird der zweitgrösste Fluss Europas zu einem gigantischen Naturparadies. Kaum ein Wohnmobil kann schwimmen – unser Kastenwagen auch nicht.

Also satteln wir um, und das geht vom Camping Lac Murighiol aus sehr einfach, denn der Platzbetreiber bietet seinen Gästen täglich Touren durchs Delta an. Noch vor Sonnenaufgang steigen wir in sein kleines Boot ein, überqueren rasch die grossen Kanäle und finden uns dann mitten im grünen Labyrinth der Donau wieder. Die Vogelnamen kann der gute Herr sogar auf Deutsch: Nachtreiher, Seeadler, Kormorane und mein persönliches Highlight rosa Pelikane können wir in den frühen Morgenstunden beobachten. Immer schmaler werden die Furchen zwischen Seerosen und Schilf. Keine Ahnung an was sich unser Kapitän orientiert, denn die Inseln schwimmen teils und verschieben sich. Ein lokaler Guide ist hier wirklich die einzige Lösung. Ein einmalig schönes Erlebnis.

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PiNCAMP-Platzempfehlung: Camping Lac Murighiol

3. Triglav Nationalpark: Gleich mehrere Naturhighlights in Slowenien

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Die Sava-Quelle unweit des Triglav Nationalparks in Slowenien. © comewithus2

Slowenien selbst kann eigentlich schon als europäisches Naturhighlight gezählt werden, besonders beeindruckend ist aber der nördlich gelegene Triglav Nationalpark. Es lohnt sich, etwas Zeit mitzubringen, weshalb wir gleich für mehrere Nächte auf dem Camping Spik blieben. Von hier ist die Quelle der Save nicht weit. Wir befinden uns in einem flachen Wald- und Wiesengelände, zwischen ein paar Bäumen und einer blau schimmernden Quelle.

Über den Vršič -Pass gelangen wir zur nächsten Quelle. Die Soča ist ein Fluss für Abenteurer und für genau diese ist auch der Weg samt kurzem Klettersteig zu ihrer Quelle. Eine andere Attraktion sind die Wasserfälle. Der Boka Wasserfall beeindruckt durch seine Grösse, der Kozjak ist dagegen nur ein Rinnsal, aber bezaubernd, weil das Wasser in eine Höhle fällt. Und wer die Schlucht der Mostnica mit ihrem grünen Wasser bis zu ihrem Ende geht, gelangt an den Savica Wasserfall. An einer anderen Ecke des Triglav Nationalparks liegt die Vintgarklamm. Über Stege geht es durch die Schlucht des Radovna Flusses. Du merkst: Der Triglav-Nationalpark ist ein einziges grosses Naturhighlight mitten in Europa.

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PiNCAMP-Platzempfehlung: Camping Spik

4. Wild Atlantic Way: Die berühmteste Strecke Irlands

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Schroffe Felsküsten und wilde Landschaften sind typisch für den Wild Atlantic Way in Irland. © comewithus2

Vermutlich jeder Irlandreisende hat schon vom Wild Atlantic Way gehört und dann natürlich auch vom Kerry Ring und der Dingle Peninsula. Okay, beides tolle Strecken aber die wahre Schönheit und das Wilde warten noch weiter südlich. Wir fahren die komplette Mizen-Halbinsel und auch die Sheep’s Head Landzunge ab, beides kleine unbekannte Routen, die das gesamte Spektrum des Wild Atlantic Ways beinhalten: schroffe Felsküsten, wilde Landschaft, bunte Fischerdörfer.

Die Strassen sind allerdings sehr eng und wir sind oft froh, einen Kastenwagen (und kein breiteres Gefährt) zu fahren. Das Meer hat eine unglaublich tolle Farbe und die Hügel sind mit sanftem kurzgehaltenem Gras überwachsen. Unterwegs sehen wir Robben, sie sonnen sich auf den Felsen. Am Ende der Sheep’s Head Landzunge liegt der Camping Eagle Point. Tags darauf erkundeten wir auch noch den Beara Ring und fahren damit nochmals eine unglaublich tolle Strecke ab. Ein absolutes Camper-Highlight in Europa.

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PiNCAMP-Platzempfehlung: Camping Eagle Point

5. Meteora: Klosteranlagen im wunderschönen griechischen Gebirge

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Die Klosteranlagen auf hohem Podest im griechischen Meteora. © comewithus2

Okay, streng genommen ist Meteora kein Naturhighlight, sondern ein kulturelles Highlight von Europa, welches in eine beeindruckende Landschaft eingebettet ist. Im Norden von Griechenland, genauer bei Kalambaka, ragen Felsen mehrere hundert Meter aus dem Boden empor. Unzählige solcher Felsen gibt es, aber nur auf ein paar wenigen thronen die Gebäude der Meteora-Klöster.

Verstreut in der Region liegen die Anlagen, weitere sind hoch oben direkt in den Stein gehauen. Nur ein paar Fensteröffnungen zeugen vom Hohlraum in den Felsen. Doch die Versorgung der Klöster ist aufwändig, weshalb nur noch sechs der einst 24 bewohnt werden. Diese sechs können von den Besuchern allerdings besichtigt werden, was etwas zum Unterhalt der Anlagen beisteuert. Eine wahrlich einzigartige Kulisse und ein einzigartiges Highlight Europas.

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PiNCAMP-Platzempfehlung: Camping Vrachos Kastraki

6. Lahemaa Nationalpark: Moorwanderung in Estland

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Der Lahemaa Nationalpark überzeugt mit prächtiger Natur. © comewithus2

Nicht weit östlich von Tallinn entfernt liegt der Lahemaa Nationalpark. Dort sind verschiedene Sehenswürdigkeiten beheimatet, am beeindruckendsten fanden wir die Wanderung durchs Moor von Viru Raba. Erst durch den Wald, dann über immer schmaler werdende Holzstege führt der Weg nun über die feuchte Landschaft, bis nur noch zwei Planken übrig bleiben. Gut balancierend folgen wir dem schmalen Weg, kommen an kleinen und grösseren Moorteichen vorbei, in einem kann man sogar baden. Ein Aussichtsturm steht ebenfalls am Wegesrand, von ihm aus können wir erst die wahre Schönheit dieser Region erkennen. Eine tolle Landschaft, die es so ähnlich übrigens an einigen Orten im Baltikum anzutreffen gibt.

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PiNCAMP-Platzempfehlung: Lepispea Caravan Camping

7. Uvac-Canyon: Unentdecktes Naturhighlight in Serbien

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Der Uvac-Canyon weist tolle Windungen auf. © comewithus2

Dieses Naturhighlight ist wirklich gut versteckt und selbst als wir das Besucherzentrum in Nova Varos gefunden haben, sind wir wegen massiver Sprachschwierigkeiten keinen Schritt weitergekommen. Erst als die Mitarbeiterin jemanden ans Telefon bekam, der Englisch sprach, klappte es und wir konnten mit einem Naturpark Ranger zu den tollen Windungen des Uvac fahre.

Hierhin hätte es unser Kastenwagen nicht geschafft, ein "4x4"-Pkw mit Allradantrieb und entsprechender Bodenfreiheit ist für einzelne Passagen unverzichtbar. Aber mittlerweile wissen wir, dass auch eine Wanderung dorthin gut möglich ist. Vidikovac heisst eine der schönsten Aussichtsplattformen, ab dem Restaurant Sretko-Uvac führt ein Wanderweg den Flusswindungen entlang bis zum Vidikovac. Bereits unterwegs wird der Blick immer wieder auf die beeindruckende Landschaft frei.

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PiNCAMP-Platzempfehlung: Camping Zlatibor

8. Chopok: Gratwanderung in der Slowakei

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Nichts für Menschen mit Höhenangst: Der Chopok-Berg in der Slowakei. © comewithus2

Die Slowakei ist ein wahres Bergparadies. Mit der niederen und der hohen Tatra gibt es gleich zwei sehr interessante Bergregionen, die mit einem alpenähnlichen Panorama und 24 Gipfeln auf über 2.500 Metern Höhe aufwarten.

Der Chopok ist in der niederen Tatra mit 2.023 Höhenmetern der dritthöchste Berg. Sein Gipfel kann entweder zu Fuss oder mit einer Seilbahn erreicht werden. Bei der Bergstation beginnt auch gleich die Gratwanderung. Etwa 4 Kilometer lang wandern wir den Grat entlang, rechts und links geht es steil runter, die Aussicht ist gigantisch. Am Sedlo Pol’any geht es im Zickzack hinunter und somit zurück zur Talstation – zu Fuß natürlich.

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PiNCAMP-Platzempfehlung: Autocamping Bystrina

9. Puszta von Hortobágy: Ungarns Steppe

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Steppenrinder stehen in der ungarischen Hortobagy Puszta. © comewithus2

"Ungarn ist langweilig, da ist es nur flach", so wurde uns das Land oft beschrieben. Aber genau diese flache Ebene hat es in sich. Die Puszta von Hortobágy ist eine steppenähnliche Landschaft, die seit 1973 als Nationalpark gilt, der fortlaufend vergrössert wird.

Nicht nur viele seltene Vogelarten wie Trappen, Moorenten oder Seeadler leben hier, im Herbst sammeln sich jeweils mehrere zehntausend Kraniche. Das Gebiet wird aber auch zur traditionellen Viehzucht genutzt. Die imposanten ungarischen Steppenrinder mit ihren langen Hörnern, Wasserbüffel, Wollschweine und Schafe werden hier gehalten. Per Kutsche lassen wir uns durch die Steppe fahren, können Stallungen und Herden besichtigen und bekommen sogar eine Reitshow geboten. Langweilig? Ganz bestimmt nicht!

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PiNCAMP-Platzempfehlung: Thermalcamping Castrum Hajduboeszoermeny

10. Ruinaulta: Der Grand Canyon der Schweiz

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Ein Ausblick für Genießer im Rheintal der Schweit. © comewithus2

Mit dem Rhein verbindet wohl jeder ein Erlebnis, doch nur die wenigstens kennen seine Anfänge: In den Schweizer Alpen entspringt er, nahe des Oberalp-Passes. Der noch junge Rhein – oder auch Vorderrhein genannt – schlängelt sich wenig später 13 Kilometer weit durch Kalksteinfelsen. Seine kräftige hellblaue Farbe lässt schon von weitem erahnen, wie kalt das Wasser ist.

In spektakulären Windungen gräbt er sich seinen Weg durch die Täler hindurch. Beidseitig laden verschiedene Aussichtsplattformen dazu ein, das Naturspektakel oder eben den Grand Canyon der Schweiz zwischen den bis zu 400 Meter hohen Felswänden zu bestaunen. Mutige setzen sich in ein Rafting-Boot und versuchen auf dem noch ungezähmten Fluss zu bestehen. Gemütlicher – aber fast genau so nah – führt die Zugstrecke der Rhätischen Bahn durch die Ruinaulta oder eben die Rheinschlucht.

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PiNCAMP-Platzempfehlung: Camping Trun

Artikel von Lui und Steffi. Sie betreiben den Blog comewithus2.

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