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Von Kent bis Cornwall: Traumreise und Camping in Südengland

Wer sich für Camping in Südengland entscheidet, dem schwirren vor allem die saftig grünen Wiesen und schroffen Steilküsten von Cornwall im Kopf herum. Dabei umfasst Südengland alle Grafschaften in der Nähe des Ärmelkanals – von Kent im äußersten Südosten bis nach Cornwall am Südwestzipfel des Landes.

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Wir verraten dir, welche Sehenswürdigkeiten du beim Camping in Südengland auf keinen Fall verpassen solltest, welche spektakulären Naturlandschaften Schriftstellergrößen wie Agatha Christie und Arthur Conan Doyle inspirierten und wo die kulinarischen Köstlichkeiten direkt aus dem Meer in deinen Magen wandern. Den Reiseführer kannst du also getrost zu Hause lassen, denn die besten Campingplätze in Südengland kennen wir natürlich auch.

Beste Reisezeit für Camping in Südengland

Auch wenn jede Jahreszeit ihren ganz eigenen Charme mitbringt, solltest du deinen Camping-Urlaub in Südengland vor allem in die Monate April bis September legen, da die meisten Campingplätze ihre Türen ausschließlich zur Hauptsaison zwischen Ostern und Oktober öffnen. Wer etwas flexibler ist, sollte vor allem die Monate Juni und September für seinen Camping-Trip in Betracht ziehen. In diesen Monaten stimmt in der Regel wirklich alles – sogar das Wetter auf der für ihre regnerischen Tage bekannten Insel.

Anreise mit dem Camper nach Südengland

Startet dein Camping-Trip nach Südengland bereits vor der eigenen Haustür, gibt es zwei Möglichkeiten, den Ärmelkanal zu überwinden. Du kannst deinen Camper im französischen Calais oder Dünkirchen auf eine Fähre manövrieren, die dich in etwa anderthalb Stunden nach Dover bringt.

Schneller – dafür aber auch ein ganzes Stück teurer als die Überquerung – ist die Unterquerung der Wasserstraße durch den berühmten Eurotunnel. Diese dauert zwar nur rund 30 Minuten, dazu muss der Autozug aber erst einmal beladen und später wieder entladen werden. Am Ende stehen dann doch wieder 90 Minuten auf der Uhr. Zudem geht auf diesem Wege natürlich auch die Aussicht verloren, und diese ist bei der Einfahrt in den Hafen von Dover mit seinen weißen Kreidefelsen besonders spektakulär.

Entscheidest du dich für eine Anreise per Flugzeug, verfügen neben London auch Bristol, Southampton und Exeter über internationale Flughäfen. Hier gilt es, nicht nur die Flugpreise, sondern auch die Preise der ortsansässigen Camper-Vermietung zu prüfen.

Herausforderungen im englischen Straßenverkehr

Wer seinen Camping-Urlaub in Südengland verbringt, hat sich wahrscheinlich schon mal die Frage gestellt: Wie fährt es sich eigentlich im Linksverkehr? Ganz einfach: Genau so wie im Rechtsverkehr – vor allem, wenn du mit dem eigenen Wohnwagen zum Camping nach Südengland reist.

Dann sitzt du zwar statt wie gewohnt in der Mitte der Straße plötzlich direkt am Seitenstreifen, das Schalten funktioniert aber wie gehabt. Mietest du deinen Camper direkt vor Ort, musst du dich erst an die spiegelverkehrte Welt gewöhnen, danach sitzt du als Fahrer aber auf der laut Briten richtigen Seite und läufst weniger Gefahr beim Abbiegen auf der falschen Straßenseite zu landen.

Das ist teilweise aber sowieso unmöglich, da einige Straßen in Südengland so schmal sind, dass sie nur einspurig befahren werden können und du dich regelmäßig in Ausweichbuchten wiederfindest. Die ungewöhnlich schmalen Straßen entpuppen sich beim Camping in Südengland für Wohnwagenfahrer und -fahrerinnen schnell als weitaus größeres Übel als das Fahren auf der linken Straßenseite. Um diese zu umgehen, solltest du dich vorzugsweise auf Motorways aufhalten – und für die Maut immer ein paar Pfund bereithalten.

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Regionen für deinen Camping-Urlaub in Südengland

Kent & East Sussex: Der Garten Englands im äußersten Südosten

Wer die klassische Route wählt und in Dover an Land geht, staunt nicht schlecht über die eindrucksvolle mittelalterliche Burg, die ihn hoch oben über der Hafenstadt in Empfang nimmt. Fans alter Mauern ziehen nach der Besichtigung weiter ins rund 30 Kilometer nordwestlich gelegene Canterbury, in dessen beeindruckendem Sakralbau sie den Geschichten der Pilger aus Geoffrey Chaucers Canterbury Tales nachspüren können. Der kleine Hunger zwischendurch lässt sich hervorragend mit einem Teller Meeresfrüchte im pittoresken Fischerdorf Whitstable stillen, bevor du weiter nach Chatham fährst und in den Historic Dockyards alles über die Schiffe erfährst, mit denen England einst die Welt eroberte. Literaturfreunde besuchen Gads Hill Place, den letzten Wohnsitz von Schriftsteller Charles Dickens im angrenzenden Rochester, bevor Sie nach Brighton abbiegen und sich im historischen Seebad von der lebendigen Strandpromenade, dem ältesten Aquarium der Welt und der skurrilen Orient-Fantasie "Royal Pavilion" verzaubern lassen. Vorher solltest du aber noch einen kurzen Zwischenstopp in den legendären Gartenanlagen von Sissinghurst Castle einplanen.

canterburry Canterbury – © hardyuno – stock.adobe.com

Wiltshire & Somerset: Das historische Herz von Südengland

Kunst- und Kulturliebhaber entfernen sich von der Küste und fahren ins Landesinnere zur Kathedrale von Salisbury. Diese ist vor allem als Verwahrungsort einer der vier letzten und zugleich besterhaltenen Originalabschriften der Magna Carta bekannt. Von hier sind es nur noch rund 15 Kilometer bis zu den berühmten Steinkreisen von Stonehenge. Die in der Jungsteinzeit errichtete Anlage wurde wahrscheinlich für religiöse Zwecke errichtet und übt bis heute eine magische Anziehungskraft auf die rund 1,5 Millionen jährlichen Besucher aus.

Noch mehr Mythen erwarten dich in der Ruine von Glastonbury Abbey, der angeblich letzten Ruhestätte von König Artus und Gattin Guinevere. Alternativ kannst du den Nachmittag aber auch ganz entspannt in einem der unzähligen Wellnesstempel des historischen Kurortes Bath verbringen. Lange bevor Jane Austens Protagonisten hier ihre Wehwehchen behandeln ließen, wussten sich schon die alten Römer die heilenden Kräfte der Thermalquellen zunutze zu machen. Davon zeugen bis heute die antiken Überreste der römischen Bäder. Fans von Elizabeth Bennet, Darcy und Co. besuchen das Jane Austen Centre mit angegliedertem Tea-Room, Antiquitätensammler machen einen Ausflug ins mittelalterliche Sherborne.

glastonbury-abbey Glastonbury Abbey – © irisphoto1 – stock.adobe.com

Jurassic Coast & English Riviera: Südenglands wilde Küste

Die malerische Küste Südenglands bringt dich mit ihrer wildromantischen Natur ganz schnell wieder ins Hier und Jetzt. Die rund 150 Kilometer von Exmouth bis Swanage südlich von Whitecliff sind seit 2001 von der UNESCO als Weltnaturerbe geschützt und faszinieren neben versteckten Buchten, endlosen Sandstränden und äußerst fotogenen Felsformationen auch mit der ein oder anderen Skurrilität, wie etwa dem Riesen von Cerne Abbas.

Zwischendurch locken kleine Küstenorte wie Lyme Regis mit engen Gassen und gemütlichen Cafés, während angeblich nirgendwo in England die Sonne häufiger scheint als im Städtchen Weymouth. Weitaus mondäner geht es an der englischen Riviera in der Grafschaft Devon zu. In den weiß getünchten Seebädern Torquay, Brixham und Paignton liegen neben kleinen Fischerbooten luxuriöse Segelyachten vor Anker. Egal ob du die Meeresbewohner im Living Coasts Torquay direkt in ihrer natürlichen Umgebung besuchst, eine Kanutour durch den UNESCO Global Geopark unternimmst oder dein Lieblingsevent aus dem prall gefüllten Kulturkalender wählst – hier ist das ganze Jahr über für Unterhaltung gesorgt.

jurassic-coast.jpg Jurassic Coast – © elxeneize – stock.adobe.com

Exmoor- & Dartmoor-Nationalpark: Moorlandschaften in Englands Südwesten

Während der Dartmoor-Nationalpark zwischen Plymouth und Exeter als Schauplatz vor Arthur Conan Doyles schaurig-schöner Sherlock-Holmes-Geschichte "The Hound of the Baskervilles" internationale Berühmtheit erlangte, sind es im Exmoor-Nationalpark vor allem die tierischen Bewohner und der atemberaubende Ausblick auf die Atlantikküste, die Naturliebhaber aus aller Welt in ihren Bann ziehen. Hügelige Moorlandschaften treffen auf felsige Landzungen, tiefe Schluchten auf prall gefüllte Wasserfälle und die höchsten Meeresklippen Englands auf frei laufende Exmoor-Ponys. Einen guten Ausgangspunkt für beide Nationalparks bildet Exeter mit seinen viktorianischen Prachtbauten, unterirdischen Tunneln, der mittelalterlicher Kathedrale und der ehemals schmalsten Straße der Welt. In den historischen Gebäuden des restaurierten Quayside findet sich heute eine große Auswahl an Cafés, Restaurants und Pubs, in denen es sich wunderbar zur Ruhe kommen lässt. Klingt dir das zu langweilig, wartet in Greenway neben Agatha Christies Wohnhaus sicherlich die eine oder andere spannende Mordgeschichte auf dich.

exmoor Exmoor – © Helen Hotson – stock.adobe.com

Cornwall: Das Traumziel für Camping in Südengland

Und dann ist es endlich so weit: Du bist in Cornwall. Denn wo wolltest du auch sonst hin? Seit das ZDF in den frühen 90er Jahren mit der Verfilmung der Rosamunde Pilcher-Romane begann, gehört die Grafschaft am südwestlichsten Zipfel Englands zu den absoluten Lieblingsdestinationen deutscher Urlauber. Neben den verträumten Dörfern und lebhaften Badeorten haben vor allem die rauen Klippen und kleinen Buchten, an denen sich die Geschichten der 1924 in Lelant geborenen Schriftstellerin abspielen, die Fantasie der Zuschauer angeregt.

Von dem folgenden Besucheransturm profitierten auch andere Sehenswürdigkeiten, wie etwa die sagenumwobene Burgruine Tintagel, in der einst König Artus das Licht der Welt erblickte. In St. Ives genießt man die südenglische Sonne am langen Sandstrand, in Newquay stürzen sich Surfer in Wellen, die angeblich zu den besten Europas gehören, und im Eden Project erfährst du am eigenen Leib, wie sich Adam und Eva im Paradies gefühlt haben müssen. In unterschiedlichen Biotopen wurden hier ganze Ökosysteme nachgezüchtet. Besucher schlendern durch den größten Indoor-Regenwald der Welt oder suchen den Adrenalinkick auf der längsten und zugleich schnellsten Zip-Line Englands.

eden-project Eden Project – © PETRA – stock.adobe.com

Weitere Tipps für deinen Camping-Trip in Südengland

Wie ein Großteil der Urlauber versammeln sich auch die besten Campingplätze in Südengland an den Küsten der Grafschaften Dorset, Devon und Cornwall. Wo es dich auch hinzieht: Vergesse nicht, deinen Lieblingsplatz für Camping in Südengland rechtzeitig zu buchen.

Camping in Südengland: Die 5 schönsten Campingplätze

Dornafield Touring Park, Ipplepen, Devon

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Auf halber Strecke zwischen Torquay, Exeter und dem Dartmoor-Nationalpark empfängt dich der vom englischen Automobilverband AA mit fünf Fahnen ausgezeichnete Dornafield Touring Park inmitten grüner Rasen und historischer Steinmauern. Auch der ADAC hat den Campingplatz in Südengland auf die Liste seiner Tipps für 2020 gesetzt. Stellst du deinen Wohnwagen hier ab, kannst du dich allmorgendlich auf die beliebten Croissants der Familie Hallett freuen oder mit Eiern und Milchprodukten von benachbarten Bauernhöfen in den Tag starten. Der Nachwuchs tobt sich bei Sonnenschein auf einem der beiden Abenteuerspielplätze aus und zieht bei Regen ins Indoor-Spielzimmer mit Tischtennisplatte, Kicker, Dartscheibe und Billardtisch.

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Pentewan Sands Holiday Park, Pentewan, Cornwall

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Ein weiterer ADAC-Tipp findet sich mit dem Pentewan Sands Holiday Park direkt am weißen Sandstrand von Cornwall. Ausgezeichnet als eines der besten Feriendörfer im Südwesten Englands hat sich der familiengeführte Platz in erster Linie auf Camping mit Kindern spezialisiert. Wem es zu kalt ist, um sich kopfüber in die Fluten des Atlantiks zu stürzen, der lässt sich am Privatstrand die Sonne auf den Bauch scheinen oder wählt zwischen Hallenbad, Wasserrutsche und der wohligen Wärme des Whirlpools. Aktivere Camper nehmen auf gleich mehreren Tennisplätzen die Schläger in die Hand, versuchen sich in neuen Wassersportarten oder brechen mit dem Mietfahrrad zu ausgedehnten Erkundungstouren auf.

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Priory Hill Holiday Park, Leysdown-on-Sea, Kent

Priory-Hill-Holiday-Park

Direkt am Strand liegt auch das Priory Hill Holiday Park auf der Isle of Sheppey im Mündungstrichter der Themse. Nur etwa 80 Kilometer östlich von London kannst du hier die Meeresluft aufsaugen, während du das reichhaltige Entertainment-Angebot durchstöberst. In den knapp 70 Jahren seines Bestehens hat der familiengeführte Campingplatz in Südengland einige regelmäßig stattfindende Events ins Leben gerufen, darunter Bingo- und Disco-Abende, Karaoke-Nächte und Workshops für die Kleinen. Letztere dürfen sich auch über das Hallenbad mit Kinderrutsche freuen, während du sie ganz entspannt von den gemütlichen Sitzbänken des Whirlpools im Auge behältst.

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River Dart Country Park, Holne, Devon

River-Dart-Country-Park

Innerhalb der mysteriösen Moorlandschaften des Dartmoor-Nationalparks begrüßt der weitläufige "River Dart Country Park" Urlauber zum Camping in Südengland mit dem Versprechen, dass es ihnen definitiv nicht langweilig wird. Neben Abenteuerspielplatz und Kletterwald verfügt der Ferienpark nämlich über mehrere Hüpfburgen, einen Bike-Park, ein eigenes Piratenschiff sowie die Möglichkeit zum Ponyreiten. Entspannter geht es beim Angeln am angrenzenden Fluss zu. Mit etwas Glück landet dein Fang bei einem der Grillabende sogar auf den Tellern der Gäste. Das Fleisch kommt nämlich ebenfalls direkt vom lokalen Schlachter, die meisten anderen Lebensmittel von Bauernhöfen aus dem Umland.

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Coombe Touring Park, Coombe-Bissett, Wiltshire

Coombe-Touring

Hast du dich für einen kurzen Abstecher in die UNESCO-geschützten Kulturlandschaften im Landesinneren entschieden, kommt der Coombe Touring Park vor den Toren von Salisbury gerade recht. Im Frühsommer stehen die farbenfrohen Blumenbeete der stolzen Besitzer in voller Blüte und auch das seit Kurzem täglich hausgemachte Brot und Gebäck kann sich durchaus sehen – und natürlich schmecken lassen. Herzhafte Dinner bereitest du dir am überdachten Grillplatz selbst zu, überschüssige Kalorien werden anschließend auf dem Spielplatz oder Basketballfeld ganz schnell wieder abtrainiert. Zudem lockt der an die 90 Parzellen grenzende Salisbury & South Wilts Golf Course mit einem 18- und einem 9-Loch-Platz zu Abschlägen mit Blick auf die saftige Hügellandschaft des Naturparks Cranborne Chase.

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Artikel von Corinne Hilbert

Titelfoto: Cornwall – © Ian Woolcock – stock.adobe.com

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