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Camping in Cinque Terre: Italiens farbenfrohe Felsküste

Farbenfrohe Dörfer mit pittoresken Naturhäfen teilen sich die steilen Felsküsten mit versteckten Buchten und idyllischen Sandstränden. Dazwischen erstrecken sich kilometerlange Wanderwege durch unberührte Naturlandschaften, während Burgen, Schlösser und historische Befestigungsanlagen von der jahrhundertealten Kultur der Region zeugen. Dazu noch eine Armada an terrassenförmig angelegten Weinbergen und Olivenhainen, die mancherorts sogar bis ans Meer reichen. Beim Camping in Cinque Terre erlebst du hautnah den Stoff, aus dem Instagram-Träume sind.

Camping in Italien

Beste Reisezeit für Camping in Cinque Terre

Die beste Reisezeit für Camping in Cinque Terre erstreckt sich von Mai bis Oktober. Angenehme Temperaturen über 20 Grad und wenig Niederschlag sorgen für einen unbeschwerten Urlaub. Die Sommermonate Juli und August sollte man als Wanderer allerdings lieber meiden, da das Thermometer regelmäßig über 30 Grad Celsius klettert und die exponierte Lage der Klippen, die in Richtung Süden ausgelegt sind, kaum Schatten bieten. Im Winter sind die Wanderwege teilweise unzugänglich. Da die Campingplätze rund um den Nationalpark in der Regel aber sowieso erst ab April geöffnet haben, erübrigt sich die Frage nach der besten Jahreszeit für Camping in Cinque Terre aber sowieso fast von selbst.

Anreise nach Cinque Terre

Die Region liegt knapp 600 Kilometer südlich der deutschen Grenze und ist sowohl über die Schweiz als auch über Österreich in rund sechs Fahrstunden zu erreichen. Im Nationalpark Cinque Terre existieren keine Campingplätze; Wildcampen ist verboten. Die nordwestlich gelegenen Gemeinden Deiva Marina und Sestri Levante bieten gut angebundene Alternativen. Südöstlich der Hafenstadt La Spezia findest du eine große Auswahl an Campingplätzen rund um die Grenze zur Toskana.

Da der Verkehr in Cinque Terre strikt geregelt ist und im Sommer nur Einheimische mit dem Auto passieren dürfen, lässt du dieses am besten auf dem Campingplatz stehen und reist per Bahn an. Alle fünf Ortschaften innerhalb des Parks sowie die meisten Campingplätze der Region sind hervorragend an den öffentlichen Verkehr angebunden. Möchtest du den eigenen PKW dennoch nicht zurücklassen, finden sich zwei kostenpflichtige Parkplätze in Monterosso.

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Die 5 Dörfer der Cinque Terre im Überblick

Wie der Name Cinque Terre bereits andeutet, besteht der Nationalpark aus 5 separaten Ortschaften, die allesamt durch eine regelmäßig verkehrende Regionalbahn sowie einen pittoresken Wanderweg entlang steiler Felsklippen miteinander verbunden sind. Die abgelegenen Dörfer waren über Jahrhunderte fast vollständig von der restlichen Welt abgeschnitten und konnten so ihren ursprünglichen Charakter erhalten. Heute sind sie UNESCO-Weltkulturerbe und gehören beim Camping in Cinque Terre unbedingt auf den Reiseplan.

Denkt man an Cinque Terre, hat man automatisch den fantastischen Ausblick auf Manarola vor Augen. Der aus dem 12. Jahrhundert stammende Ortskern ist von bunten Häuschen in knalligen Rot-, Orange- und Gelbtönen geprägt. Die verschachtelten Gebäude schmiegen sich an den Steilhängen an, die bis zur Küste reichen, und "schweben" nicht selten auf einem malerischen Felsvorsprung über dem glitzernden Meer. Die beidseitig der Hauptstraße verlaufenden Treppengassen führen entweder die Hänge hinauf oder hinunter zum idyllischen Hafen einer geschützten Bucht – und stellen deine Fitness garantiert auf den Prüfstand.

Nicht ganz so steil geht es im rund um einen kleinen Naturhafen angelegten Vernazza zu. Die exponierten Felsvorsprünge wurden hier in erster Linie zu Verteidigungszwecken genutzt und weisen noch heute Wehrtürme auf, die das Dorf einst vor Piratenübergriffen schützen sollten. Zu den architektonische Highlights zählen neben der Burg von Vernazzadie romantische Loggien, schattigen Säulengänge und dekorativen Türen. Direkt neben der Kirche Santa Margherita d'Antiochia lädt ein kleiner Sandstrand zum Baden ein.

Im Südosten des Parks erstreckt sich das bunte Häusermeer von Riomaggiore über zwei gegenüberliegende Hänge. Die stark verwitterten Gebäude bieten Unterschlupf für zahlreiche Cafés, Restaurants und Geschäfte, während sich die Kirche S. Giovanni Battista, mehrere Kapellen, ein Oratorium und die Überreste einer kleinen Burg als kulturelle Ausflugsziele anbieten. Der Ort ist der erste Stopp, wenn du deinen Wohnwagen auf einem der vielen Campingplätze südöstlich von Cinque Terre abstellst.

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Monterosso am nördlichsten Ende des Parks ist der größte Ort in Cinque Terre und diente im frühen Mittelalter als wichtige Verteidigungsanlage. Heute begeistert das Fischerdorf nicht nur Camper mit einem schönen Sandstrand und dem Wachturm Torre Aurora, der auf einem Felsen ins Meer hinausragt und die Stadt in zwei Ortsteile spaltet. Diese sind durch einen 100 Meter langen Fußgängertunnel verbunden und glänzen mit Sehenswürdigkeiten wie die Kirche S. Giovanni Battista, einem Kapuzinerkloster und den Resten der ehemaligen Stadtmauer. Besonders skurril ist die rund 14 Meter hohe Statue des Giganten, die hier Anfang des 20. Jahrhunderts aus dem Stein gehauen wurde.

Der kleinste Ort in Cinque Terre heißt Corniglia. Er ist zudem das einzige Städtchen, das nicht direkt am Meer gelegen ist, dafür aber den geographischen Mittelpunkt des Nationalparks darstellt. Auf einem Felsvorsprung schwebt er etwa hundert Meter über dem Mittelmeer und bietet so einen atemberaubenden Ausblick über die mediterrane Landschaft. FKK-Camper in Cinque Terre können ihre Hüllen am separaten Strandabschnitt Guvano fallen lassen.

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Wandern im Nationalpark Cinque Terre

Der Nationalpark Cinque Terre ist ein Traum für Wanderer. Das Angebot reicht von einfachen Spazierwegen bis hin zu anstrengenden Hiking Trails. Schwindelfrei aber solltest du in jedem Fall sein, denn das hügelige Terrain führt fast immer an steil abfallenden Klippen entlang. Als Belohnung eröffnen sich unterwegs immer wieder spektakuläre Ausblicke auf schroffe Naturlandschaften und farbenfrohe Häusersammlungen auf. Die Wanderwege des Cinque Terre sind in der Regel gut ausgeschildert. Zusätzlich sind in vielen Tourismusbüros Wanderkarten erhältlich. Die Webseite des Nationalparks informiert über Wegsperrungen, die aufgrund regelmäßiger Erdrutsche leider keine Seltenheit sind.

Der wohl bekannteste Wanderweg in Cinque Terre ist der gut 12 Kilometer lange Sentiero Azzurro, der von Monterosso bis Riomaggiore alle Siedlungen durch einen pittoresken Küstenweg miteinander verbindet. Der auch als Via dell'Amore bezeichnete Abschnitt zwischen Manarola und Riomaggiore ist abends romantisch beleuchtet und wird auch von weniger sportlichen Urlaubern aufgesucht. Weiß-blaue Markierungen helfen dabei, auch wirklich auf dem richtigen Weg zu bleiben, während kleine Abenteurer sich vor allem über den Panoramasteig ganz am Ende des Weges freuen werden.

Bist du beim Camping in Cinque Terre auch der Suche nach einer größeren Herausforderung, ist der anspruchsvolle Höhenweg vielleicht genau das Richtige. Auf rund 40 Kilometer Länge führt er von Portovenere bis Levanto einmal quer durch den Nationalpark und umfasst dabei etwa 1.200 Höhenmeter. Während du auf der einen Seite die atemberaubende Küstenlandschaft im Blick hast, kannst du auf der anderen Seite üppig grüne Täler erblicken. Mehrere Einstiegsmöglichkeiten machen den Weg auch für kürzere Tageswanderungen zugänglich.

Die fünf besten Campingplätze am Nationalpark Cinque Terre

Camping La Sfinge, Deiva Marina, Ligurien

camping-la-sfinge-nationalpark-cinque-terre.png Rund 25 Kilometer nördlich von Cinque Terre begrüßt dich dieser Campingplatz mitten in einem bewaldeten Talkessel. Ein kostenloser Shuttlebus bringt dich alle 15 Minuten an die Küste des nahen Badeortes Deiva Marina oder zum Bahnhof, von wo du mit dem Regionalexpress auf direktem Weg nach Cinque Terre gelangst. Der etwa 800 Meter lange Kieselstrand wurde für seine hervorragende Wasserqualität ausgezeichnet. Auch der Campingplatz selbst setzt sich für nachhaltigen Tourismus ein und legt großen Wert auf effektive Mülltrennung. Hinzu kommen ein Spielplatz für die Kleinen und ein Lebensmittelladen mit breitem Sortiment für den täglichen Bedarf.

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Tigullio Camping e Resort, Sestri Levante, Ligurien

tigullio-camping-e-ressort-nationalpark-cinque-terre.png Der mit 4 Sternen ausgezeichnete Platz liegt etwa auf halber Strecke zwischen Genua und Monterosso und eignet sich somit hervorragend für einen Camping-Urlaub nahe Cinque Terre. Das terrassierte Gelände mit mediterranen Olivenbäumen ist perfekt an die Autobahn angebunden, sodass du dein Ausflugsziel nach nur etwa 45 Minuten bequem mit dem Auto erreichst. Der platzeigene Strand liegt in rund 900 Meter Entfernung und wird von Juni bis September von einem Shuttlebus angefahren. Dank flach abfallender Ufer können hier auch Kleinkinder unbeschwert in den Fluten plantschen. Alternativ sorgen ein Kinderspielplatz, Miniclub sowie ein extra auf die kleinen Gäste abgestimmtes Animationsprogramm mit Clowns und Jongleuren für Abwechslung.

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Camping Gianna, Tellaro, Ligurien

camping-gianna-nationalpark-cinque-terre.png Rund 25 Kilometer von Riomaggiore liegt der Campingplatz Camping Gianna südöstlich von Cinque Terre am Golf von La Spezia. Auch hier dominieren idyllische Olivenhaine die Landschaft, während sich die Standplätze an einen steilen Berghang schmiegen und den Blick auf das Mittelmeer freigeben. Du kannst dich auch in einen der hölzernen POD-Bungalows einmieten und über noch mehr Privatsphäre freuen. Außenpool, Restaurant und Minimarkt liefern alles, was du für einen entspannten Camping-Urlaub am Nationalpark Cinque Terre benötigst. Ein Sport- und Unterhaltungsprogramm für Groß und Klein lässt keine Langeweile aufkommen, während der platzeigene Fahrradverleih zu Ausflügen mit der ganzen Familie animiert.

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Camping River, Ameglia, Ligurien

camping-river-nationalpark-cinque-terre.png An einer Schleife des Flusses Magra, unweit der Mündung ins Mittelmeer, stellst du Zelt und Wohnwagen auf einem von Obst- und Laubbäumen geprägten Wiesengelände ab oder ziehst in eine der großzügigen Mietunterkünfte. Anschließend hüpfst du in den Außen- oder Whirlpool oder gönnst dir einen Cocktail an der Poolbar. Setzt der kleine Hunger ein, hast du die Wahl zwischen Restaurant, Focacceria und Supermarkt – oder du mietest dir beim Fahrrad- oder Bootsverleih ein passendes Gefährt und schaust, was die Gegend sonst noch so zu bieten hat – etwa einen 3,5 Kilometer entfernten Strand, der auch mit dem platzeigenen Shuttle erreicht werden kann. Den Nationalpark Cinque Terre erreichst du vom Campingplatz in rund 40 Fahrminuten.

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Camping Taimi, Marina di Massa, Toskana

camping-taimi-nationalpark-cinque-terre.png Noch ein paar Kilometer weiter, knapp jenseits der toskanischen Grenze, begrüßt dich dieser noch junge 4-Sterne-Platz, ungefähr 500 Meter vom Sandstrand im Strandbad La Cicala entfernt. Vor den weißen Marmorbergen von Carrara schlägst du dein Lager auf einem ebenen Wiesengelände unter schattigen Pinien- und Laubbäumen auf und stehst rund 45 Autominuten nach dem Verlassen des Campingplatzes vor den Türen des Nationalparks Cinque Terre.

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Artikel von Corinne Hilbert

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