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Mit dem Bulli durch Tschechien – Von der Böhmischen Schweiz bis nach Brünn

Auf unserer Reise durch Süd-Ost-Europa waren wir auch in Tschechien. Eigentlich sollte Tschechien nur als Transitland auf dem Weg in die Slowakei dienen und doch haben wir den ein oder anderen Stopp eingelegt und einiges erlebt.

Von der Sächsischen in die Böhmische Schweiz

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Nachdem wir einige Tage in der Sächsischen Schweiz wandern waren, überquerten wir die Grenze bei Schmilka nach Tschechien. Einen Abend zuvor hatten wir von einem älteren Ehepaar noch den Tipp bekommen, uns unbedingt die Edmundsklamm bei Hrensko auf der Kamnitz anzuschauen. Schnell hatten wir einen der vielen Wanderparkplätze an der Bundesstraße 25861 gefunden und spazierten los. Die Natur hier in der Böhmischen Schweiz ist unfassbar schön. Mitte September waren auch kaum Touristen unterwegs, so dass wir die hervorragend markierten Wanderwege teilweise für uns ganz alleine hatten. Rechts und links von uns die Felsen des Elbsandsteingebirges und mitten durch fließt die Kamnitz, die zu bestimmten Zeiten für die Touristen mit Kähnen beschifft wird. Nur schwer konnten wir uns von dieser Idylle trennen und möchten den Tipp „Edmundsklamm“ an dieser Stelle gerne weitergeben. Wenn du dann schon in der Gegend bist, mach bloß nicht denselben Fehler wie wir und vergiss das Prebischtor anzuschauen. Dabei handelt es sich um einen von der Natur geformten Torbogen aus Sandstein. Wir ärgern uns noch heute, dieses Naturwunder in Tschechien nicht bestaunt zu haben. Wir kommen wieder – das steht fest!

Nächster Stopp: Simpler, aber zweckdienlicher Campingplatz in Prag

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Nach soviel Natur ging es weiter in die Hauptstadt Tschechiens, nach Prag, um ein bisschen City-Feeling zu schnuppern. Da wir lediglich einen ruhigen und verkehrsgünstigen Campingplatz in Prag suchten, entschieden wir uns für das Camp River Camping Prague. Wer Luxus sucht, ist hier definitiv falsch – alles ist sehr zweckmäßig und überschaubar eingerichtet. Für einen kurzen Aufenthalt während eines Städtetrips aber völlig ausreichend und zudem ist der Platz noch recht preisgünstig und verkehrsgünstig gelegen. Fazit: Erfüllt voll und ganz seinen Zweck!

Zum Campingplatz

Foto von River Camping Prag

Foto: River Camping Prague

Sightseeing in Prag: Highlights im Überfluss

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Mit der Straßenbahn, welche keine fünf Minuten entfernt vom Camp ihre Haltestelle hat, fuhren wir innerhalb von zwanzig Minuten bis zur Karlsbrücke und waren mitten im Geschehen. Der erste Weg, wie könnte es anders sein, führte uns in die Touristeninformation und ausgestattet mit einem Stadtplan ging es auf große Sightseeing-Tour. Natürlich durften auf unserer Tour die Karlsbrücke, der Pulverturm, das Prager Rathaus, der Altstädter Ring im historischen Teil von Prag oder auch der Wenzelsplatz in der Prager Neustadt, um nur einige zu nennen, nicht fehlen. Was für uns auch bei keinem Besuch in Ost-Europa fehlen darf, ist ein frisch gebackener Baumstriezel mit Zimt und Zucker. In Prag sind die Striezel Bäcker an jeder Ecke zu finden und natürlich ist auch der obligatorische Besuch einer der zahlreichen Pilsener Urquell Kneipen in Tschechien Pflicht.

Weiter nach Brünn: 70s, Drachen und Krokodile

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Nach einem Tag Sightseeing ging es für uns weiter in Richtung slowakische Grenze. Einen Stopp haben wir noch eingelegt, um uns selbst ein Bild vom berühmt-berüchtigten Drachen von Brno (dt. Brünn) zu machen. So fuhren wir einmal quer durch Tschechien, bis wir am frühen Nachmittag unseren VW-Bulli (er hört auf den Namen Finn) auf Camping Hana, gute 30 Kilometer außerhalb von Brno gelegen, abstellten. Da sich die Anbindung mit den öffentlichen Verkehrsmitteln als optimal herausstellte, saßen wir nur gute dreißig Minuten später zuerst im Bus und im Anschluss in der Bahn. Die Bahnfahrt war für uns bereits das erste kleine Highlight – die Wagons sind aus den 70-ziger Jahren und richtig gut erhalten. Ein wenig Kindheitserinnerungen, so macht Bahnfahren Spaß! undefined

In Brno angekommen, schlenderten wir zunächst durch die Gassen und schauten bei einem Weinfest vorbei, bevor wir uns auf die Suche nach dem Wahrzeichen der Stadt machten. Wir hatten eine ungefähre Ahnung, wo es sich befinden sollte und marschierten in Richtung Altes Rathaus. Wir schauten in jede noch so kleine Gasse hinein und waren bereits schon zweimal dran vorbeigelaufen, bis wir den Torbogen am Alten Rathaus und der Touristeninformation entdeckten. Hier nun hängt das Wahrzeichen von Brno unter der Decke, um das sich so viele Legenden ringen. Viele Sagen drehen sich um den Drachen von Brno, der die Stadt in Angst und Schrecken versetzt hat. In Wirklichkeit handelt es sich dabei übrigens um ein Krokodil, welches der ungarische König Matthias II der Stadt zum Geschenk macht. undefined

Über die Autoren: Rebecca Kluge-Steiner und Daniel Steiner reisen zusammen mit ihrem Van Finn durch Europa. Gemeinsam sind sie Finnweltenbummler und berichten über Ihre Reiseerlebnisse.

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