Reiseziele

Ein Mix, so bunt wie der Balkan selbst: 7 Reiseempfehlungen in Südosteuropa

Die Balkanhalbinsel ist reich an Kultur und beheimatet unglaubliche Naturschätze. Doch die Region kämpft seit den längst vergangenen Kriegen noch immer gegen Vorurteile vieler Reisender an – aus eigener Erfahrung können wir sagen: zu Unrecht!

Sieben Balkan-Highlights haben wir hier für dich zusammengetragen: Darunter finden sich einzigartige Städte, beeindruckende Nationalparks, leckere Spezialitäten sowie Naturspektakel – ein Mix aus Reisezielen so bunt wie der Balkan selbst. Und das Beste: Alle kannst du super auch mit einem Campervan oder Wohnmobil erreichen, die passenden Campingplätze – meist kleine familiäre Erholungsoasen – findest du dafür direkt auf PiNCAMP.

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Sarajevo, die Stadt der Kulturen

Keine Stadt hat uns bisher so berührt wie Sarajevo. Mit der Erwartung, die noch immer völlig zerstörte Hauptstadt Bosnien-Herzegowinas zu besuchen, überraschte uns Sarajevo mit seinen zwei Gesichtern. Mitten im Herzen der Altstadt sind zwei Kulturen an der komplett unterschiedlichen Architektur zu erkennen und lassen manchen Besucher wortlos staunend zurück. Am "Meetingpoint of Culture", einer Kompassrose auf dem Boden, trifft der osmanische Teil Sarajevos auf den österreichisch-ungarischen. Während im osmanischen Teil niedere Häuser, ein Bazar, mehrere Moscheen sowie Teppich- und Kupfergeschirr-Geschäfte das Ortsbild prägen, besticht der europäische Teil mit Werken, die uns an die Baukunst des Kontinents erinnern. In den osmanischen Cafés werden nebst bosnischem Kaffee auch die türkische Variante sowie der türkische Tee serviert – alkoholische Getränke gibt es hingegen nicht. Nur ein paar Schritte auf die andere Seite finden sich dann Bars, wie wir sie von hier kennen.

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Sarajevo ist eine sehr geschichtsträchtige Stadt, der man die letzten Jahrzehnte des Leidens noch immer ansieht. Doch sie sprüht vor Leben und bietet ihren Besuchern durch diese zwei ineinander verflochtenen Kulturen ein Erlebnis, das niemand so schnell vergisst. Fahr also ruhig hin, Sarajevo gehört unserer Meinung nach zu den 3 interessantesten Städten Europas!

Triglav Nationalpark: Die Naturperle in Slowenien

Slowenien liegt direkt an der Grenze zu Österreich, ist deshalb gar nicht weit weg und hat sich bereits vor dem Jugoslawien-Krieg zu Mittteleuropa gezählt. Die Infrastruktur ist absolut vergleichbar mit der in Österreich oder Deutschland. Mit Deutsch kommst du hier ebenfalls noch sehr weit. Und doch wird das Land oftmals nur zur Durchfahrt nach Kroatien genutzt. Deshalb hier unser Tipp für alle Naturliebhaber: Besucht den Triglav Nationalpark ganz im Norden des Landes.

Unzählige Quellen sprudeln im Nationalpark, beispielsweise die Quelle der Soca oder der Sava. Berge laden Kletterer aber auch Wanderer oder Mountainbiker zu Erkundungstouren ein. Seen und Flüsse bieten im Sommer Abkühlung, im Frühling oder Herbst aber auch den nötigen Adrenalin-Kick beispielsweise beim River-Rafting. Verschiedene Wasserfälle locken Besucher an. Gerade der Kozjak-Wasserfall ist einzigartig, fällt er doch in eine Höhle und ist schon der Weg durch eine mit Moos und Farnen bewachsene Schlucht dorthin ein absolutes Erlebnis. Dazu kommen Orte wie Bled oder Bohinjska Bistrica sind schöne Orte, wo auch die traditionelle Creme Schnitten probiert werden können.

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Wer also ein Naturparadies quasi vor der Haustür sucht, mit allerlei Aktivitäten und Wandermöglichkeiten, der sollte sich den Triglav Nationalpark merken. Auch wir bei PiNCAMP haben uns den Park schon genauer angesehen.

Bei PiNCAMP findest du 35 Campingplätze in Slowenien.

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Kulinarische Leckerbissen: Cevapcici und Burek

Liebe geht durch den Magen und der sollte gut was vertragen können im Balkan. Aber nicht, weil die Gefahr von verdorbenem Essen besteht, sondern weil die Küche aus deftigen, gutbürgerlichen Gerichten besteht. Fleisch kann gerne als Hauptspeise und Beilage genossen werden, danach ein gigantisches Dessert. Da kann die Verdauung nur durch einen selbstgebrannten Schnaps wieder in Schwung gebracht werden.

Zwei Spezialitäten, die länderübergreifend erhältlich sind, sind Cevapcici und Burek. Cevapcici sind Hackfleischröllchen, oft leicht scharf, die mit Zwiebelringen, etwas Gemüse und dem traditionellen Ajvar gereicht werden. Ajvar ist ein hauptsächlich aus gekochten Paprika bestehender Dip, der von süss bis scharf sein kann. Serviert wird Ajvar oft mit Pommes. Burek ist hingegen eine Art Strudelteig, der wahlweise mit Hackfleisch, Spinat und Ricotta oder Käse und Kartoffeln gefüllt. Manchmal werden die Teigrollen zu einer Spirale geformt, anderswo gibt es sie als Stangen. Auch Burek wird in verschiedenen Ländern im Balkan serviert, manchmal aber wird der Name Burek nur für die Hackfleischvariante verwendet. Pita nennen sich dort die vegetarischen Varianten. Sehr traditionell wird ein Trinkjoghurt dazu genossen. Na, wer hat jetzt Hunger?

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Serbischer Teil des Tara Nationalparks

Die Tara ist der Hauptzufluss des Flusses Drina. Sie entspringt in Montenegro nahe der albanischen Grenze, schlängelt sich durch das Gebirge durch die Tara Schlucht, eine der tiefsten Schluchten Europas, und überquert danach die Grenze nach Serbien. Dort ist dem Fluss der gleichnamige Nationalpark gewidmet.

Die Beschilderung ist ausgezeichnet, im Visitor Center gibt es sogar Karten mit Höhenprofilen der Wanderrouten zu erwerben. Die Routen sind mit Nummern gekennzeichnet, die auch im Nationalpark gut ausgeschildert den richtigen Weg weisen. Es ist somit ein leichtes, die gewünschte Tour zu gehen und du kannst dich total auf die Natur konzentrieren.

Eine besonders schöne Strecke führt zum Aussichtspunkt Banjaska Stena. Der Blick hinunter auf die Drina, die hier Serbien von Bosnien-Herzegowina trennt, ist einzigartig. Eine absolute Empfehlung von uns und danach unbedingt noch mehr von Serbien entdecken! Das Land bietet gleich mehrere Schätze.

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Auch in Serbien wirst du bei PiNCAMP fünding. Scrolle dich jetzt durch unsere Campingplätze – und finde deinen Traumplatz.

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Jadranska Magistrala: Die wohl schönste Küstenstrasse Europas

Die Küstenstrasse Jadranska Magistrala führt der Ostküste der Adria entlang. Die historische Route startet an der slowenischen Grenze zu Italien und führt dann erst durch Slowenien und Kroatien, ein kleiner Abschnitt durch Bosnien-Herzegowina und endet in Montenegro. Über 1000 Kilometer führt die Strecke der Küste entlang. Sie führt durch malerische Orte, entlang von Steilklippen und Kiesstränden und ist geprägt von den tollen Ausblicken auf die türkis schimmernde Adria.

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Auch für Campervans und Wohnmobile ist die Strecke gut geeignet, denn obwohl die Strecke kurvenreich ist, führt sie keine steilen oder engen Passstrassen hinauf. Wer sich vorab etwas informiert, findet zahlreiche kleine Abstecher an der Route, die zur Erkundung von historischen Stadtzentren oder zum Spazieren und Baden einladen. Dank der relativ milden Winter ist sie zudem schon relativ früh im Jahr und weit in den Herbst hinein von angenehmen Temperaturen gesegnet, bloß die eisigen Winde im Winter – die Bora – können etwas fies sein.

Llogara Pass in Albanien

Der Llogara Pass verbindet den Norden Albaniens mit dem Süden. Die SH8 führt im Norden erst der Nationalparkgrenze entlang mitten durch die Berglandschaft Albaniens und entsprechend auch ein paar wenige Serpentinen hinauf. Auf der Südseite ist der Blick dann frei bis zu den Sandstränden an der Küstenlinie hinab und wer einen besonders schönen Tag mit Weitsicht erwischt, kann sogar bis zur griechischen Insel Korfu sehen.

Lies ebenfalls: Eine malerische Urlaubsroute durch Albanien.

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Die Strasse ist in akzeptablem Zustand, die Serpentinen beschränken sich auf ein paar wenige Haarnadelkurven, alles in allem also auch mit Wohnmobilen gut machbar. Unterwegs kommt man an ein paar Betonbunkern vorbei, es sind alte Schiessstände, die mangels Lust und Geld weder von der Regierung, noch von den jeweiligen Grundbesitzern zurückgebaut werden.

Sie zeigen in mitten dieser schönen Landschaft, dass Albaniens Geschichte nicht immer so friedlich war, wie sich das Land seinen Gästen heute zeigt. Denn eins sei gesagt, die Sicherheit für Camper-Reisende ist im Land definitiv gewährt und ein paar schöne Campingplätze finden sich ebenfalls. Also keine Sorgen machen, sondern einfach hinfahren und selber erleben.

Bei PiNCAMP findest du auch Campingplätze in Albanien.

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Prizren, die schöne Stadt im Kosovo

Auch der Kosovo kämpft als jüngstes Land Europas nicht nur um die Anerkennung als selbständiges Land, sondern auch gegen viele Vorurteile an. Ein weiteres Hindernis ist oft die Versicherungssituation, denn es muss kurz vor dem Zoll eine Haftpflichtversicherung für den eigenen Camper abgeschlossen werden, die Grüne Versicherungskarte wird nicht akzeptiert. Das ist aber keine Hexerei und ist mit ein paar Euros auch sehr günstig.

Im Land selber überraschen die sehr guten Straßenbedingungen. Hier wurde in den letzten Jahren viel erneuert. Noch immer sorgen KFOR-Truppen für den Frieden im Land, ihnen begegnest du somit des Öfteren. Doch mehr als Sichtkontakt hat kaum ein Reisender mit ihnen. Die Kosovaren selbst sind unglaublich stolz, erzählt man ihnen, dass man gerade hier seinen Urlaub verbringt. Und sehr oft sprechen die Menschen Deutsch, da sie während des Krieges nach Deutschland oder in die Schweiz geflohen sind.

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Doch eigentlich wollten wir hier ja von Prizren schwärmen. Der schönen Stadt mit der Festung auf dem Hügel, von wo aus man die unzähligen Dächer der Stadt überschauen und bis in die hügelige Landschaft rund um Prizren blicken kann. Am Fluss entlang führt eine Promenade, ein paar Cafés laden zum Verweilen ein, eine beeindruckende Moschee aber auch schöne Kirchen können besichtigt werden. Uns hat es hier wirklich sehr gut gefallen.

Artikel von Lui und Steffi. Die beiden betreiben den Reiseblog comewithus2 – und nehmen dich dort mit auf ihre Reisen.

Titelfoto: comewithus2

Wenn du für deinen nächsten Urlaub in Deutschland bleiben möchtest, dann lies von unserer Reiseempfehlung in Österreich, die die wenigsten kennen: dem Hallersee.

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