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5 Camping-Regionen in Frankreich die du wahrscheinlich noch nicht kennst

Die Urlaubssaison steht vor der Tür und du willst zum Camping nach Frankreich. Aber wohin soll es bloß gehen? An den Strand oder doch lieber Wandern? Eine Städtetour hat natürlich auch ihren Reiz…

Die gute Nachricht: Frankreich bietet Campingliebhabern all das und noch viel mehr. Wer mit dem Wohnmobil oder Wohnwagen in Frankreich unterwegs ist, hat die freie Wahl zwischen Camping direkt am Meer, dem Besuch einer mittelalterlichen Stadt oder ausgedehnten Wanderungen im Hochgebirge – und das ist erst der Anfang!

Camping in Frankreich: Die 5 schönsten Regionen für den Urlaub mit Wohnmobil und Co.

Frankreich ist unheimlich vielseitig und jede Region hat ihren ganz eigenen Reiz. Von den malerischen Sandstränden der Bretagne über die Pinienwälder von Nouvelle-Aquitaine bis zu den Vulkanlandschaften der Auvergne-Rhône-Alpes: Frankreich ist zu jeder Jahreszeit ein Traumziel für einen Campingurlaub. Und selbst in bekannten Gebieten gibt es traumhafte Ecken, die noch nicht so überlaufen sind.

Wir stellen dir die 5 schönsten Regionen zum Camping in Frankreich vor. Hol dir hier einfach ein paar Anregungen und lass dich inspirieren. Anschließend musst du dich dann nur noch für eine entscheiden und das Wohnmobil bereit machen. Wir wünschen viel Spaß in deinem nächsten Campingurlaub in Frankreich!

Camping in der Bretagne – Halbinsel mit Charme

undefined Wer das Meer mag, wird die Bretagne lieben. Denn der kleine Landzipfel im Westes Frankreichs ist umschlossen von knapp einem Drittel der französischen Küstenlinie – und die kann sich wirklich sehen lassen. Von der schroffen Felsenküste am Pointe de Penhir über Naturschutzgebiete mit einer faszinierenden Tierwelt bis hin zu malerischen Sandstränden und uralten Leuchttürmen in verträumten Buchten ist wirklich für jeden Geschmack etwas dabei.

Und auch für die Verzückung kulinarisch versierter Gaumen ist gesorgt. In hunderten Fischerdörfern, die an der Küste aufgereiht sind, lassen sich traditionsbewusste Fischrestaurants mit fangfrischer Tageskarte entdecken. Und das Beste? Kein Punkt in der Bretagne ist weiter als 80 km vom Meer entfernt. Wer mit dem Camper unterwegs ist, kann sich also jeden Tag für ein neues Naturschauspiel entscheiden und mit kleinen Tagesausflügen die gesamte Bandbreite der bretonischen Landschaft erkunden.

  • Geeignet für: Urlaub am Meer, Naturliebhaber
  • Beste Jahreszeit: Juli bis August

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Camping in Nouvelle-Aquitaine – Schatztruhe im Süden:

Im Süden des Landes befindet sich die flächenmäßig größte Region Frankreichs; Nouvelle-Aquitaine, oder Neu-Aquitanien. Die Region entstand erst 2016 aus dem Zusammenschluss mehrerer Bezirke und vereint alles, was das Urlauberherz begehrt: Im Westen erstreckt sich über fast 700 km die Atlantikküste, die in diesem Teil Frankreichs fast ausschließlich mit feinstem Sandstrand aufwartet. Das weitläufige Gebiet garantiert so auch in der Hochsaison noch das ein oder andere idyllische Eckchen fernab vom Massentourismus.

Wer genug vom Faulenzen am Meer hat, kann in Nouvelle-Aquitaine natürlich auch aktiv werden – in der Region kreuzen sich schließlich gleich drei Routen des berühmten Jakobswegs. Ausgedehnte Wanderungen durch Pinienwälder, Hochmoore und Heidelandschaften bieten sich ausgehend von zahlreichen Startpunkten der Region an.

  • Geeignet für: Urlaub am Meer, Wanderungen
  • Beste Jahreszeit: April bis Oktober

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Camping in Okzitanien – Paradies für Tagesausflüge

Auch Okzitanien im Süden Frankreichs geizt nicht mit traumhaften Stränden, kleinen Fischerdörfern mit Meerblick und der ein oder anderen versteckten Bucht. Wer genug von Meer hat, kann hier aber auch kulturell einiges erleben. Schließlich beherbergt die Region die zwei Städte Toulouse und Montpellier, die klassisch französischen Charme versprühen und Gäste mit hunderten Straßencafés empfangen. Hier laden kleine Spezialitätenläden und Geschäfte regionaler Designer zum Shoppen ein und auch das Nachtleben kann sich sehen lassen – beide Städte gelten als Studentenstädte und dementsprechend ist immer etwas los.

Wer historisch interessiert ist, kann sich von einem Tagesausflug zum nächsten treiben lassen: Okzitanien bietet eine Reihe von Bauten, die zum UNESCO Weltkulturerbe gehören und einen Besuch wert sind. Wie wäre es mit mittelalterlichem Flair in der Festungsstadt Carcassonne? Oder eine Reise zum beeindruckenden Pont du Gard, einem gut erhaltenen Äquadukt der antiken Römer?

  • Geeignet für: Kulturreisende, Feinschmecker
  • Beste Jahreszeit: Juli bis September

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Camping in der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur – Klassiker neu entdecken

undefined Die Provence und die Côte d’Azur gehören sicher zu den bekanntesten Urlaubszielen Frankreichs. Aus gutem Grund! Rund um Marseille gibt es mehrere Campingplätze, die sich als Ausgangspunkt für Tagesausflüge in die Hafenstadt anbieten. Die Metropole ist die zweitgrößte Stadt Frankreichs und bietet eine Vielzahl an Museen, Cafés, historischen Stätten und natürlich kommt auch der kulinarische Genuss nicht zu kurz. Marseille gilt als Hauptstadt der Meeresfrüchte und des guten Weins.

Doch auch außerhalb der lebhaften Stadt gibt es einiges zu entdecken. Die Region zeichnet sich vor allem durch eine beeindruckende landschaftliche Vielfalt aus – von den schneebedeckten Alpen über weitläufige Lavendelfelder bis zum weißen Sandstrand bleibt hier kein Wunsch offen. Und wer mit dem eigenen Campinggefährt anreist, muss sich noch nicht einmal entscheiden! Provence-Alpes-Côte d’Azur verfügt über ein dichtes Netz an Campingplätzen, die ein Herz für kurzentschlossene Abenteurer haben.

  • Geeignet für: Road-Trips, Strandliebhaber, Kulturreisende
  • Beste Jahreszeit: September

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Auvergne-Rhône-Alpes – Ein Geheimtipp stellt sich vor

Die Region Auvergne-Rhône-Alpes ist der absolute Geheimtipp unter den Urlaubsregionen Frankreichs und dementsprechend auch in der Hochsaison nicht überlaufen. Die Gegend ist geprägt von einem atemberaubenden Blick auf die Alpen, weitläufigen Vulkanlandschaften, die zum Wandern einladen, und außerdem ist sie Heimat der drittgrößten Stadt Frankreichs, dem historischen Lyon.

Die Region Auvergne-Rhône-Alpes hat zwar keinen Zugang zur Küste, aber an Wasser mangelt es trotzdem nicht. Die zerklüfteten Landschaften sind durchzogen von Gebirgsflüsschen und Vulkanseen, die zum Wandern und Verweilen einladen. Für Käsefreunde gibt es in der Region, die für ein Viertel der französischen Käseproduktion verantwortlich ist, ein besonderes Highlight: Auf der gut ausgeschilderten Käsestraße können auf über 30 Etappen Milchbauern, Käsereien und traditionelle Käselädchen besucht werden.

  • Geeignet für: Wanderer, Naturliebhaber
  • Beste Jahreszeit: Mai bis September

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Wildcamping in Frankreich: Ist das eigentlich erlaubt?

Noch kurz ein paar Worte zum Thema Wildcampen. Die ganzen tollen Landschaften von Frankreich bieten sich zumindest scheinbar ja hervorragend an die Gegend auf eigene Faust zu erkunden. Und wäre es nicht toll, sein Wohnmobil einfach zu parken oder das eigene Zelt mitten in der Landschaft aufzustellen und dort zu übernachten wo es einem gerade gefällt?

Kurz gesagt: Ja, das wäre toll, leider geht das nicht so einfach. Wildzelten ist in Frankreich generell nicht gestattet. Wenn ihr dabei erwischt werdet, müsst ihr damit rechnen, weggeschickt zu werden. Im schlimmsten Fall droht sogar ein Bußgeld.

Etwas anders sehen die Regeln beim Abstellen des Wohnmobils aus. Laut französischer Tourismuszentrale darf man Fahrzeuge dort parken, wo es allgemein erlaubt ist, allerdings maximal 7 Tage lang. Außerdem darf kein Campingverhalten gezeigt werden: Bänke, Stühle, Sonnenschirme und Ähnliches vor dem Fahrzeug ist also tabu.

Wirklich naturnahes Campen ist das Parken des Wohnmobils auf einem Parkplatz natürlich nicht. Gerade im dünn besiedelten Landesinneren und in den einsameren Gegenden der Ardennen, der Pyrenäen oder Alpen kann man aber relativ leicht einen Stellplatz finden.

Eine Alternative sind private Grundstücke. Hierzu benötigt ihr allerdings die Zustimmung des Grundeigentümers. Auch einige Nationalparks erlauben das freie Übernachten, sofern bestimmte Bedingungen erfüllt sind. Weitere Informationen dazu findest du auf den Webseiten der entsprechenden Fremdenverkehrsämter und der jeweiligen Bezirke.

Text von Kia Korsten

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